La Palma auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge auf La Palma individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier finden Sie praktische Informationen für Landausflüge auf La Palma auf eigene Faust. La Palma wird auch Isla Bonita (die schöne Insel) oder Isla Verde (die grüne Insel) genannt und liegt nur 86 km westlich von Teneriffa. Weiße Traumstrände und lebhafte Urlaubsorte sucht man hier vergeblich. Natur gibt es dafür umso mehr: Die Insel ist überwiegend gebirgig und grün, geprägt von dichten Wäldern und einer beeindruckenden Vulkanlandschaft. Das Herzstück der Insel ist die Caldera de Taburiente, ein riesiger Krater mit rund 9 km Durchmesser, der bereits 1954 zum Nationalpark erklärt wurde. La Palma zählt zu den vulkanisch aktivsten Inseln der Kanaren: Zuletzt brach 2021 der Vulkan Tajogaite aus und richtete erhebliche Schäden an. Für naturbegeisterte Kreuzfahrer gehört La Palma dennoch zu den schönsten Zielen der Reise. Die meisten Landausflügler erkunden die Insel mit einem Mietwagen. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von CIT Insular La Palma. Letzte Aktualisierung: Juli 2026

Weitere Hafenportraits für Landausflüge auf den Kanaren auf eigene Faust: Fuerteventura, Gran Canaria, La Gomera, Lanzarote, Madeira, São Miguel (Azoren), Teneriffa, Terceira (Azoren)
Landausflüge auf La Palma auf eigene Faust
Karte der Kanaren mit La Palma – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer La Palma auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

???? Liegeplatz: Puerto de Santa Cruz de La Palma
????‍♂️ Stadtzentrum: ca. 10 Gehminuten bis zur Altstadt
????️ Nächster Strand: Playa de Santa Cruz de La Palma (ca. 700 Meter)
✨ Highlights in Santa Cruz: Balcones de la Avenida Marítima, Calle O’Daly, Plaza de España, Museo Naval – Barco de la Virgen
✨ Highlights im Umland: El Cubo de la Galga, Vulkane von Fuencaliente, Caldera de Taburiente, Vulkan Tajogaite, Playa de los Cancajos, El Charco Azul Piscina Natural
????️ Fortbewegung: Mietwagen, Linienbusse, Taxis oder organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Inseltour mit Aussichtspunkten und Vulkanlandschaften
???? Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Euro; Spanisch ist Amtssprache
???? Internet: EU-Roaming ohne Zusatzkosten; kostenloses WLAN im Hafengebiet

???? Fazit: La Palma ist ein Paradies für Naturliebhaber. Vulkane, tiefe Schluchten, uralte Lorbeerwälder und spektakuläre Aussichtspunkte prägen das Bild der Insel. Dazu kommen schöne schwarze Strände und eine charmante Inselhauptstadt.

Kreuzfahrthafen La Palma

Kreuzfahrtschiffe laufen die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma an der Ostküste der Insel an. An der rund einen Kilometer langen Mole können zwei größere Kreuzfahrtschiffe hintereinander festmachen. Vom Schiff erreicht man die historische Altstadt in etwa zehn Gehminuten.

AIDAsol auf La Palma
AIDAsol auf La Palma – Bild: Tegeler

Auf der Mole befindet sich das La Palma Cruise Terminal. Hier gibt es kostenloses WLAN, Toiletten und eine Touristeninformation mit Stadtplänen. Lokale Autovermieter wie Cicar und Plus Car haben ihre Büros direkt im Hafenterminal. Direkt auf der Mole wartet eine lange Reihe weißer Taxis. Die Fahrer bieten feste Inselrundfahrten und Fahrten zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fixpreisen an.

Landausflüge auf La Palma buchen

Für den Tag auf La Palma werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in La Palma findet man bei GetYourGuide*.

Mobilität auf La Palma auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge auf La Palma auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben vom Schiff zu beliebten Sehenswürdigkeiten:

  • Fußgängerzone Calle O’Daly: 750 Meter
  • Playa de los Cancajos: 5,2 km
  • Wallfahrtsort Nuestra Señora de las Nieves: 7 km
  • Mirador de la Conception: 9,5 km
  • Cubo de la Galga: 19,1 km
  • Los Sauces: 24,8 km
  • Centro de Visitantes Volcán San Antonio: 27,8 km
  • Mirador de la Cumbrecita: 30,9 km
  • Roque de los Muchachos: 45,7 km
Karte beliebeter Landausflugsziele auf La Palma
Karte beliebter Landausflugsziele auf La Palma – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte beliebeter Landausflugsziele auf La Palma: 1. Besucherzentrum La Caldera de Taburiente, 2. Mirador de Cumbrecita, 3. Roque de los Muchachos (Sternwarte), 4. Volcán de Tajogaite, 5. Mirador de Tajuya (Blick auf den Volcán de Tajogaite), 6. Centro de Visitantes Volcán San Antonio, 7. Volcán de Teneguía, 8. Faro und Saline von Fuencaliente, 9. Playa de los Cancajos, 10. Information Point – Cubo de La Galga, 11. Los Tilos Besucherzentrum, 12. El Charco Azul Piscina Natural & Destilerías Aldea, 13. Playa de Tazacorte, 14. Playa de Puerto Naos, 15. Playa de Charco Verde

Zu Fuß unterwegs

Das Zentrum der hübschen Inselhauptstadt kann man bequem zu Fuß erkunden. Der Weg ist durch eine blaue Linie auf dem Boden markiert, sodass man sich kaum verlaufen kann. Vom Cruise Terminal bis zur Calle O’Daly sind es etwa 750 Meter. Liegt das Kreuzfahrtschiff ganz am Ende der Mole, verlängert sich der Fußweg entsprechend etwas.

Gibt es Shuttlebusse?

An Bord erfährt man, ob die Reederei in diesem Hafen einen kostenpflichtigen Shuttlebus anbietet. Das ist meistens nicht der Fall. Wenn das Kreuzfahrtschiff ganz am Ende der langen Mole festgemacht hat, soll es einen Shuttlebus zum Hafenausgang geben. Wir formulieren das so vorsichtig, weil wir das nicht bestätigen können.

Mietwagen auf La Palma

Mehrere Autovermieter haben direkt im La Palma Cruise Terminal auf der Mole ein Büro. Hier kann man einen reservierten Mietwagen übernehmen oder – sofern noch verfügbar – spontan ein Fahrzeug buchen. Neben dem auf den Kanaren beliebten Anbieter Cicar sind unter anderem Plus Car, TopCar und Sixt vertreten.

Trotzdem würden wir den Mietwagen unbedingt vorab reservieren. Die Fahrzeuge stehen auf den Parkplätzen am Hafenausgang bereit. Wenn große Kreuzfahrtschiffe anlegen, sind die Mietwagen oft schon wenige Minuten nach der Freigabe des Schiffes restlos vergeben. Spontan am Schalter ein Auto zu bekommen, ist dann fast unmöglich.

Die Büros von Mietwagenfirmen im La Palma Cruise Terminal
Mietwagenfirmen im La Palma Cruise Terminal – Bild: Tegeler

Der kanarische Marktführer Cicar ist bei Kreuzfahrern besonders beliebt. Im Preis ist immer eine echte Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung enthalten. Ein zweiter Fahrer, Kindersitze und unbegrenzte Kilometer kosten keinen Aufpreis. Zudem wird keine Kaution auf der Kreditkarte geblockt (oft reichen sogar Barzahlung oder EC-Karte). Der einzige Nachteil: Wegen der großen Beliebtheit bilden sich bei Cicar häufig die längsten Warteschlangen. Ähnlich wie Cicar bietet auch Plus Car Canarias eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und transparente Verträge ohne versteckte Kosten.

Sobald das Schiff freigegeben wird, machen sich viele Passagiere gleichzeitig auf den Weg zu den Mietwagenschaltern. Wer mit der Familie oder Freunden reist, kann eine Person vorschicken, während die anderen entspannt nachkommen. La Palma ist geprägt von steilen Bergstraßen, zahlreichen Haarnadelkurven und kleinen Parkplätzen in den Dörfern. Ein wendiger Kleinwagen (z. B. Seat Ibiza, Opel Corsa oder VW Polo) mit ausreichender Motorleistung ist hier deutlich komfortabler als ein großer Kombi oder SUV. Für viele Strecken benötigt man deutlich mehr Zeit als in Deutschland. Wir würden deshalb immer mindestens eine Stunde Puffer vor der „Alle Mann an Bord“-Zeit einplanen.

Eine schöne Tagestour führt in den Süden der Insel. Sie verbindet den Mirador de la Cumbrecita, den neuen Vulkan Tajogaite, den Vulkan San Antonio und die Salinas de Fuencaliente. Diese Route eignet sich besonders für alle, die den Vulkanismus der Insel kennenlernen möchten.

Blick vom Schiff auf Santa Cruz de La Palma
Blick vom Schiff auf Santa Cruz de La Palma – Bild: Tegeler

Eine zweite Route führt in den grünen Norden. Zu den Höhepunkten zählen der Lorbeerwald Los Tilos, der Cubo de La Galga und die Piscinas Naturales de Charco Azul. Diese Tour zeigt die grüne und wasserreiche Seite von La Palma.

Taxis, Uber & Co

Direkt auf der Mole wartet eine große Zahl an Taxis auf Kreuzfahrtgäste. Die Fahrer tragen einheitliche Kleidung und bieten feste Inselrundfahrten mit laminierten Routenkarten an. Es gibt Standardtaxis für 4 Personen und Minibusse für bis zu 8 Personen.

Auf den privaten Webseiten Taxi La Palma (taxilapalma.com) und Taxi La Palma Isla Bonita (taxilapalmaislabonita.com) findet man Touren und Preisbeispiele. Man kann auch ein Angebot anfordern. Kurze Touren (ca. 1,5 bis 2 Stunden) zum Aussichtspunkt Mirador de la Concepción und zur Wallfahrtskirche Las Nieves kosten etwa 40 bis 50 Euro pro Taxi. Große Touren (ca. 3 bis 5 Stunden) zu den Vulkanen im Süden (Fuencaliente) oder hoch zum Nationalpark Caldera de Taburiente (La Cumbrecita) liegen je nach Dauer und Route bei etwa 100 bis 160 Euro pro Taxi. Da der Preis pro Fahrzeug gilt, ist das Teilen eines Taxis mit 4 Personen oft eine sehr günstige und private Alternative zu organisierten Busausflügen.

Taxifahrer werben am Kreuzfahrtschiff in Santa Cruz de la Palma um Kundschaft
Taxifahrer werben am Kreuzfahrtschiff um Kundschaft – Bild: Tegeler

Klassisches Ridesharing über Apps wie Uber oder Bolt funktioniert auf La Palma leider nicht. Auf den kleineren Kanareninseln ist der Markt für Personenbeförderung durch strenge lokale Gesetze extrem stark reguliert.

Öffentliche Verkehrsmittel

La Palma verfügt über ein gut ausgebautes öffentliches Busnetz, das von der lokalen Busgesellschaft Transportes Insular La Palma (TILP) betrieben wird. Die informative Webseite ist auch in englischer Sprache erreichbar. Die Fahrpreise orientieren sich an der Entfernung. Bei Fahrten bis 10 km zahlt man 1,50 Euro, bis 20 km 2,40 Euro und über 20 km 2,60 Euro. Man kann das Ticket im Bus beim Fahrer kaufen. Das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarten wird derzeit ausgebaut. Obwohl die Busse pünktlich und zuverlässig sind, sollte man am Wochenende vorsichtig sein, da die Fahrpläne dann deutlich ausgedünnt sind.

Der beliebte Ferienort Los Cancajos mit seinen schönen Stränden liegt direkt südlich der Hauptstadt. Die Linie 500 pendelt direkt zwischen Santa Cruz, Los Cancajos und dem Flughafen. Der Bus fährt tagsüber alle 30 Minuten. Die reine Fahrtzeit beträgt nur knapp 15 Minuten. Los geht es an der Haltestelle „Parada Norte“ am Hafenausgang. Wenn man an der Haltestelle „Centro Cancajos“ aussteigt, sind es nur noch wenige hundert Meter zum Strand. Bus 500 ist damit eine gute Möglichkeit, den Strand von Los Cancajos auf eigene Faust zu erreichen.

Die Linie 300 fährt von Santa Cruz nach Los Llanos und hält am Centro de Visitantes de La Caldera de Taburiente in El Paso. Von hier kann man mit einem Taxi hinauf zum Mirador de la Cumbrecita fahren.

Tren Turístico am La Palma Cruise Terminal
Tren Turístico am La Palma Cruise Terminal – Bild: Tegeler

Stadtrundfahrten in Santa Cruz

Die Firma La Palma City Tours (lapalmacitytours.com) bietet am Hafen Rundfahrten an, die teilweise auch über die Reederei gebucht werden können. Die kleine Bimmelbahn fährt 30 Minuten durch Santa Cruz de La Palma und kostet 15 Euro. Der Panoramabus fährt 45 Minuten durch die nahe Umgebung und kostet 25 Euro. Er hält am Santuario de Nuestra Señora de las Nieves und am Mirador de La Concepción. Beide Touren starten direkt am La Palma Cruise Terminal und eignen sich besonders für Kreuzfahrer, die Santa Cruz de La Palma bequem kennenlernen möchten, ohne längere Strecken zu Fuß zurückzulegen.

La Palma auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste

La Palma ist die grünste Insel der Kanaren und ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde. Neben der Caldera de Taburiente sind die Vulkane im Süden ein beliebtes Wanderrevier. Darüber hinaus lohnt die charmante Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma einen Besuch. Wer einige Stunden am (schwarzen) Strand verbringen möchte, findet unweit des Hafens gute Alternativen. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge auf La Palma auf eigene Faust.

Balcones de la Avenida Marítima in La Palma
Balcones de la Avenida Marítima – Bild: Tegeler

Orientierung für Kreuzfahrer

La Palma ist die grünste der Kanarischen Inseln und ein Paradies für Naturliebhaber. Viele Kreuzfahrer erkunden die historische Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma oder fahren mit dem Mietwagen in die beeindruckende Vulkan- und Bergwelt. Zu den beliebtesten Landausflugszielen gehören der Nationalpark Caldera de Taburiente sowie die Vulkane im Süden der Insel.

⭐ Erstbesucher: Santa Cruz de La Palma, Caldera de Taburiente, Fuencaliente
???? Vulkane: Vulkan Tajogaite (2021), Vulkan San Antonio, Vulkan Teneguía (1971)
???? Wandern: Caldera de Taburiente, Los Tilos, Cubo de la Galga, Fuencaliente
???? Aussichtspunkte: Roque de los Muchachos, Mirador de La Cumbrecita, Mirador de La Concepción, Mirador de Tajuya
????️ Strände (Hafennähe): Playa de los Cancajos, Playa de Bajamar, Playa de Santa Cruz

Landausflüge in Santa Cruz de La Palma

Für einen Stadtbummel durch Santa Cruz de La Palma sollte man etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Nur wenige Meter hinter dem Hafenausgang erreicht man die hübsche Plaza de la Constitución. In einem gläsernen Pavillon unter Palmen befindet sich die Touristeninformation. Die großen Letras „Santa Cruz de La Palma“ sind ein beliebtes Fotomotiv.

Santa Cruz de La Palma auf eigene Faust
Karte der Highlights von Santa Cruz de La Palma – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Sehenswürdigkeiten in Santa Cruz de La Palma: 1. Calle O’Daly, 2. Plaza de España und Kirche Iglesia Matriz de El Salvador, 3. Playa de Santa Cruz de La Palma, 4. Balcones de la Avenida Marítima, 5. Calle Anselmo Pérez de Brito, 6. Real Castillo de Santa Catalina, 7. Museo Naval – Barco de la Virgen

Am nördlichen Rand der Plaza de la Constitución beginnt die Calle O’Daly, die Fußgängerzone der Stadt. Sie ist nach dem irischen Kaufmann Dionisio O’Daly benannt, der sich im 18. Jahrhundert in La Palma niederließ. Viele kleine Geschäfte, Boutiquen, Cafés und Buchläden laden zu einem Einkaufsbummel ein. Die Calle O’Daly ist von gut erhaltenen Herrenhäusern gesäumt. Die liebevoll restaurierten Fassaden und das Kopfsteinpflaster verleihen der Straße ihren besonderen Charme. Besonders schön ist es hier am Morgen und späten Nachmittag wegen des Lichts.

Am Ende der Calle O’Daly befindet sich die schöne kleine Plaza de España. Am Hauptplatz der Stadt stehen das Rathaus und die Hauptkirche Iglesia Matriz de El Salvador. Die Plaza de España liegt etwas erhöht und ist einfach wunderschön. Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich das beliebte El Café de Don Manuel. Die Calle O’Daly ändert im Verlauf nach Norden ihren Namen in Calle Anselmo Pérez de Brito, bleibt aber durchgehend eine charmante Fußgängerzone. Etwas abseits der Fußgängerzone befindet sich mit dem Mercado de Santa Cruz de La Palma eine kleine Markthalle.

Die Fußgängerzone Calle O'Daly in Santa La Palma
Bummel durch die Calle O’Daly – Bild: Tegeler

Von der Plaza de España geht man nur 150 Meter bis zur breiten Uferpromenade Avenida Marítima. Auf der anderen Straßenseite befindet sich der schöne neue Stadtstrand von Santa Cruz. Der künstlich angelegte schwarze Sandstrand ist gut ausgestattet mit Duschen und Umkleidekabinen. Sonnenliegen und Sonnenschirme gibt es allerdings meistens nicht. Ein großer, künstlicher Wellenbrecher schützt die Bucht, sodass das Schwimmen hier sehr sicher und ohne gefährliche Strömungen möglich ist. Durch die Nähe zum Kreuzfahrthafen eignet sich der Strand perfekt für ein spontanes Bad nach einer Inseltour oder einem Stadtbummel.

Die hölzernen Balkone an der Avenida Marítima sind ein weiteres Highlight in diesem Teil der Stadt. Sie sind üppig mit Blumen geschmückt und eines der bekanntesten Fotomotive der Insel. Viele der kunstvoll geschnitzten Holzbalkone stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und prägen bis heute das Stadtbild. Nur wenige Schritte entfernt steht das Castillo de Santa Catalina. Die kleine Festung wurde im 17. Jahrhundert zum Schutz vor Piratenangriffen errichtet und zählt heute zu den bekanntesten Wahrzeichen der Inselhauptstadt.

Am nördlichen Rand der Altstadt befindet sich das Museo Naval – Barco de la Virgen, das zu den bekanntesten Museen der Stadt gehört. Es befindet sich in einer nachgebauten spanischen Karavelle, die der Santa María von Christoph Kolumbus nachempfunden ist. Das Museum zeigt die Seefahrtsgeschichte der Insel – vom Zeitalter der Entdeckungen bis zur Auswanderung nach Kuba. Der Eintritt liegt bei 4,5 Euro. Ganz in der Nähe befindet sich das in einem ehemaligen Franziskanerkloster untergebrachte Museo Insular de La Palma. Es zeigt eine vielseitige Sammlung zur Naturkunde, Archäologie und bildenden Kunst der Insel rund um einen wunderschönen historischen Innenhof. Wer sich für die Geschichte und Kultur der Insel interessiert, sollte einen Besuch einplanen. Zurück zum Schiff sind es ca. 1,7 km. Man geht entweder durch die Fußgängerzone oder am Strand entlang.

Parroquia Matriz de El Salvador in Santa Cruz de La Palma
Plaza de España in Santa Cruz de La Palma – Bild: Tegeler

Wer noch etwas mehr Zeit hat, kann die Wallfahrtskirche Real Santuario de Nuestra Señora de las Nieves oder den Mirador de La Concepción besuchen. Beide liegen oberhalb der Altstadt und sind mit Taxi, Bus oder der Stadtrundfahrt von La Palma City Tours gut zu erreichen. Vom Mirador bietet sich einer der schönsten Blicke auf Santa Cruz de La Palma und den Kreuzfahrthafen.

Fuencaliente – La Palmas schwarzer Süden

Das Gemeindegebiet von Fuencaliente wird von den beiden Vulkanen San Antonio und Teneguía (Ausbruch 1971) geprägt. Die Kraterränder und Hänge der beiden Vulkane sind heute eines der beliebtesten Wanderziele der Insel. An der Südspitze der Insel befindet sich der Leuchtturm von Fuencaliente direkt neben den malerischen Salinen. Vom Hafen Santa Cruz de La Palma benötigt man mit dem Mietwagen etwa 35 bis 45 Minuten bis zum Besucherzentrum Centro de Visitantes Volcán San Antonio. Der große Parkplatz hinter der Schranke ist im regulären Eintrittspreis von 8 Euro pro Person für das Besucherzentrum und den Vulkanzugang inbegriffen. Dies sind die Highlights für Landausflüge im schwarzen Süden von La Palma.

Karte des schwarzen Südens von La Palma
Karte des schwarzen Südens von La Palma – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des schwarzen Südens von La Palma: 1. Centro de Visitantes Volcán San Antonio, 2. Volcán San Antonio, 3. Volcán de Teneguía, 4. Faro de Fuencaliente, 5. Salinas de Fuencaliente

Besucherzentrum & Volcán San Antonio

Das moderne Besucherzentrum vermittelt sehr schön, wie die Vulkane La Palmas entstanden sind und wie die Ausbrüche das Leben der Menschen bis heute beeinflussen. Interaktive Ausstellungen, Filme und zahlreiche Informationstafeln machen den Besuch auch für Familien interessant. Anschließend gelangt man auf einen Rundweg entlang des Kraterrandes des Vulkans San Antonio. Von hier bieten sich fantastische Ausblicke über den gewaltigen Krater, die Südspitze der Insel und den Atlantik. Im Besucherzentrum gibt es außerdem eine Cafeteria mit Panoramaterrasse. Wer wenig Zeit hat, könnte den Besuch auf das Besucherzentrum und den Rundgang am Kraterrand des Vulkans San Antonio begrenzen. Dafür benötigt man ca. 1,5 Stunden. Danach könnte man mit dem Mietwagen zum Leuchtturm und zu den Salinen an der Südspitze der Insel weiterfahren.

Wanderung GR 131 – Etappe 3 (Teilstrecke Volcán San Antonio zum Faro de Fuencaliente)

Viele Wanderer folgen dem Fernwanderweg GR 131 vom Centro de Visitantes Volcán San Antonio vorbei an den Vulkanen San Antonio und Teneguía bis hinunter zum Faro de Fuencaliente. Der gut ausgeschilderte Weg führt bergab durch eine karge Vulkanlandschaft. Für die rund 6 km bis zum Leuchtturm sollte man je nach Fotostopps etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Zurück geht es mit einem öffentlichen Bus der Linie 23 oder einem Taxi. Die Linie 23 fährt täglich (auch am Wochenende und an Feiertagen) alle zwei Stunden am Faro ab. Sollte gerade kein Taxi am Leuchtturm warten, kann man telefonisch oder per WhatsApp einen Fahrer aus Fuencaliente anfordern. Sehr beliebt und zuverlässig sind lokale Fahrer wie Juan Carlos Taxi Fuencaliente oder Aarón González Taxi Fuencaliente. Die Fahrt zurück kostet 15 bis 20 Euro.

Wanderung im vulkanischen Süden von La Palma
Wanderung im vulkanischen Süden von La Palma – Bild: Tegeler

Faro de Fuencaliente & Salinen von Fuencaliente

An der Südspitze von La Palma erreicht man schließlich den fotogenen Faro de Fuencaliente mit einem kleinen Strand. Der historische, kleinere Leuchtturm aus dem Jahr 1903 beherbergt heute das Informationszentrum des Meeresreservats der Insel. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die Playa del Faro de Fuencaliente. Hier gibt es schwarzen Lavasand und teils natürliche Gezeitenpools zum Abkühlen. Badeschuhe sind hier sehr nützlich.

In den benachbarten Salinen von Fuencaliente wird bis heute auf traditionelle Weise Meersalz gewonnen. Die schneeweißen Salzbecken bilden einen faszinierenden Kontrast zu den schwarzen Lavafeldern und ein schönes Fotomotiv. Die Salinen stehen unter Naturschutz und sind zugleich ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel. Direkt an den Salzbecken liegt das beliebte Restaurant El Jardín de la Sal. Es ist bekannt für gehobene, kanarische Küche. Wer vorher reserviert, kann hier gut essen.

Das bergige Zentrum von La Palma

Das Zentrum wird durch zwei wichtige Straßentunnel (LP-3) unterquert. Sie sind die Lebensader der Insel und ermöglichen es, in nur rund 20 Minuten vom Hafen in Santa Cruz in den Westen (Los Llanos) zu wechseln.

Karte des bergigen Zentrums von La Palma
Karte des bergigen Zentrums von La Palma – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des bergigen Zentrums von La Palma: 1. Besucherzentrum La Caldera de Taburiente, 2. Mirador de Cumbrecita, 3. Roque de los Muchachos (Sternwarte), 4. Volcán de Tajogaite, 5. Mirador de Tajuya (Blick auf den Volcán de Tajogaite)

Das absolute Zentrum ist ein gigantischer Erosionskessel (Caldera de Taburiente) mit bis zu 2.000 Meter tiefen Steilwänden. Südlich der Caldera zieht sich das vulkanische Rückgrat wie eine Mauer von Nord nach Süd durch die Inselmitte. Hier entsteht das berühmte Naturphänomen des Wolkenwasserfalls, wenn die Passatwolken über den Pass kippen. Bei dem Ausbruch im Jahre 2021 ist in diesem Teil der Insel der neue Vulkan Tajogaite entstanden.

Das Herz des Zentrums ist El Paso, die flächenmäßig größte Gemeinde der Insel. Sie liegt auf einem Hochplateau und dient als zentraler Ausgangspunkt für Touren in die Caldera de Taburiente oder zum neuen Vulkan Tajogaite. Dies sind die Highlights für Landausflüge im Zentrum von La Palma auf eigene Faust.

Mirador de La Cumbrecita (Caldera de Taburiente)

Eine gute Möglichkeit, die Caldera auf eigene Faust kennenzulernen, ist ein Mietwagen. Vom Hafen in Santa Cruz de La Palma erreicht man das Besucherzentrum La Caldera de Taburiente in El Paso in gut 30 Minuten. Von dort führt eine schmale Bergstraße zum Mirador de La Cumbrecita. Der Aussichtspunkt bietet einen spektakulären Blick tief in den riesigen Erosionskrater. Über einen 3 km langen Rundwanderweg (ca. 60 bis 90 Minuten) kann man den Mirador Las Chozas und den Mirador de los Roques erreichen. Insbesondere der Mirador de los Roques ist spektakulär. Man genießt den wohl dramatischsten Tiefblick auf die schroffen, senkrechten Felswände der Caldera.

Aussichtspunkt Mirador de La Cumbrecita auf der Insel La Palma
Aussichtspunkt Mirador de La Cumbrecita – Bild: unamlie auf Pixabay

Die Zahl der Parkplätze am Mirador de La Cumbrecita ist begrenzt. Deshalb benötigt man zwischen dem Vormittag und dem Nachmittag eine kostenlose Zufahrtsgenehmigung, die vorab auf der Webseite des Nationalparks reserviert werden muss. Wer zu spät dran ist, kann am Besucherzentrum auch ein Taxi nehmen. Man zahlt ca. 8 bis 9 Euro pro Strecke und vereinbart einen Abholtermin. Alternativ gibt es bei den Reedereien in der Regel auch organisierte Landausflüge direkt zum Mirador de Cumbrecita. Für eine Mietwagentour zum Mirador de Cumbrecita mit Wanderung sollte man insgesamt etwa drei bis vier Stunden einplanen.

Roque de los Muchachos (Caldera de Taburiente)

Der Roque de los Muchachos ist mit 2.426 Metern der höchste Punkt der Insel und bildet den nördlichen Außenrand der Caldera. Hier befindet sich das berühmte Observatorium mit seinen zahlreichen Großteleskopen. Man erreicht den Berg über die kurvenreiche LP-4. Bis zum Besucherzentrum Museo Roque de los Muchachos fährt man ca. 75 Minuten. Die moderne Ausstellung vermittelt anschaulich, warum der Roque de los Muchachos zu den bedeutendsten Standorten der Astronomie weltweit gehört. Kreuzfahrer erfahren viel über den Sternenhimmel, die Arbeit der Wissenschaftler und die verschiedenen Teleskope auf dem Berg. Der Eintritt liegt bei 15 Euro.

Jetzt fährt man noch etwa 5 km (vorbei an den großen Teleskopen) bis zu einem kleinen Parkplatz auf dem Gipfel des Roque de los Muchachos. Von hier aus überblickt man die gesamte Nordwand der Caldera und hat bei klarer Sicht einen genialen Blick auf die Nachbarinseln Teneriffa (mit dem Teide-Vulkan) und La Gomera. Die kurze Wanderung vom Gipfelparkplatz zum Mirador del Espigón del Roque ist eine der spektakulärsten Kurzstrecken der Insel. Man läuft dabei direkt auf einem felsigen Grat oberhalb des gähnenden Abgrunds. Der relativ einfache Weg ist insgesamt 1,3 km lang (Hin- und Rückweg) und man benötigt ca. 30 bis 45 Minuten. Wer hier wandert, sollte trittsicher und schwindelfrei sein.

Wandern auf dem Roque de los Muchachos
Wandern auf dem Roque de los Muchachos – Bild: MSC Cruises

Insgesamt würden wir für diesen Landausflug ca. 4 bis 5 Stunden einplanen. Davon sind ca. 2,5 Stunden reine Fahrzeit. Schon die Fahrt über die LP-4 gehört zu den schönsten Panoramastraßen der Kanarischen Inseln.

Tajogaite – La Palmas jüngster Vulkan

Der Vulkan Tajogaite entstand durch den schweren Vulkanausbruch Ende 2021. Mit 85 Tagen war es der längste dokumentierte Vulkanausbruch in der Inselgeschichte. Etwa 1.000 Hektar Land, über 3.000 Gebäude und tausende Menschen waren betroffen. Heute zählt der Tajogaite zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten auf La Palma. Der Kraterbereich liegt in einer Sperrzone. Es ist absolut verboten, das Gebiet eigenständig zu betreten, da an vielen Stellen weiterhin giftige Gase austreten. Wer hier wandern möchte, sollte einen organisierten Landausflug buchen.

Die geführten Wanderungen starten meist am Aussichtspunkt Llano del Jable (oberhalb von El Paso). Sie führen über dicke, tiefschwarze Ascheschichten bis auf etwa einen Kilometer an den Hauptkrater heran. Der Rundweg ist etwa 8 km lang und dauert rund 4 Stunden. Es gibt keine extremen Kletterpassagen, aber das Gehen im tiefen Vulkansand und der feinen Asche ist anstrengend für die Wadenmuskulatur. Manche vergleichen das mit dem Wandern in einer Sanddüne.

Blick auf den Vulkankegel Tajogaite auf La Palma
Blick auf den Vulkankegel Tajogaite – Bild: Federico Mata auf Unsplash

Wer nicht wandern möchte, kann die Lavafelder auch von mehreren Aussichtspunkten aus betrachten. Der Mirador de Tajuya liegt an der Kirche in Tajuya und war während des Ausbruchs das weltweite „Medienzentrum“. Fernsehstationen aus aller Welt berichteten damals live. Er liegt direkt an der Hauptstraße LP-3, hat einen Parkplatz und ist barrierefrei. Die neue Besucherplattform bei Tacande liegt deutlich näher am Vulkan. Hier ist man viel näher an der Flanke des Vulkans und den allerersten Lavaströmen, die damals ins Tal stürzten.

Der grüne Nordosten

Der Nordosten von La Palma ist das grüne, urzeitliche Herz der Insel. Die Region ist stark von den feuchten Nordost-Passatwinden geprägt, weshalb hier die dichtesten Lorbeerwälder wachsen. Das Land ist sehr fruchtbar. Neben Bananen wird hier auch Zuckerrohr angebaut. Orte wie San Andrés bestechen durch kopfsteingepflasterte Gassen und koloniale kanarische Herrenhäuser. Ansonsten ist der Nordosten weniger touristisch. Dies sind die beliebtesten Landausflugsziele im Nordosten von La Palma.

Karte des gründen Nordostens von La Palma
Karte des grünen Nordostens von La Palma – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des grünen Nordostens von La Palma: 1. Information Point – Cubo de La Galga, 2. San Andrés, 3. El Charco Azul Piscina Natural, 4. Destilerías Aldea, 5. Los Tilos Besucherzentrum

Lorbeerwald Los Tilos

Ausgedehnte Lorbeerwälder gab es früher auf vielen Inseln der Kanaren und auf Madeira. Dichte und feuchte Urwälder mit vielen Lorbeerbäumen, Farnen und Moosen in unwegsamem Gelände. Der Lorbeerwald von Los Tilos ist ein Biosphärenreservat der UNESCO und ein beliebtes Landausflugsziel.

Ausgangspunkt ist das Centro de Visitantes Los Tilos mit einem großen Parkplatz und einer kleinen Ausstellung über die Tier- und Pflanzenwelt des Schutzgebietes. Von hier führen mehrere Wanderwege durch den Lorbeerwald. Ein kurzer, einfacher Weg (ca. 1 km, 15–20 Minuten hin und zurück) führt vom Zentrum durch zwei kleine Tunnel zu einer wildromantischen Schlucht und einem beeindruckenden, 20 Meter hohen Wasserfall.

Lorbeerwald von Los Tilos
Lorbeerwald von Los Tilos – Bild: MSC Cruises

Von Santa Cruz de La Palma erreicht man Los Tilos mit dem Mietwagen in etwa 35 bis 40 Minuten. Frühes Erscheinen sichert Parkplätze. Eine Regenjacke und rutschfeste Schuhe sind hilfreich. Der Ausflug eignet sich besonders für Naturliebhaber und Wanderer, die eine ganz andere Seite der Vulkaninsel kennenlernen möchten. Der Lorbeerwald von Los Tilos liegt unweit der Meerwasserschwimmbecken El Charco Azul Piscina Natural und der Rum Destillerie Destilerías Aldea.

Lorbeerwald Cubo de La Galga

Der Cubo de La Galga in der Gemeinde Puntallana gilt als die perfekte, oft etwas ruhigere Alternative zum bekannteren Lorbeerwald von Los Tilos. Das geschützte Naturgebiet liegt im grünen Nordosten der Insel und ist für seinen dichten Lorbeerwald bekannt. Moose, Farne und hohe Lorbeerbäume sorgen selbst an warmen Tagen für ein angenehm kühles Klima. Die Wanderwege führen durch eine fast märchenhafte Landschaft.

Ausgangspunkt ist der gut ausgebaute Parkplatz (Punto de Información Ambiental Cubo de La Galga) an der LP-1. Die Parkbucht und das hölzerne Infohäuschen liegen direkt zwischen zwei kurzen Straßentunneln an der LP-1 (nahe Kilometerstein 16). Von hier beginnt die beliebte Rundwanderung durch den Cubo de la Galga. Je nach gewählter Route ist sie etwa 8 bis 9 km lang und dauert rund vier Stunden. Unterwegs wechseln sich dichter Lorbeerwald, kleine Schluchten und schöne Aussichtspunkte ab. Die Wanderung gilt als mittelschwer und erfordert eine gute Grundkondition.

Charco Azul Meerwasserschwimmbecken
Charco Azul Piscina Natural – Bild: MSC Cruises

El Charco Azul & Destilerías Aldea

Ein schönes Ziel an der Nordostküste von La Palma ist das Meerwasser-Schwimmbad Charco Azul. Vom Hafen fährt man ca. 35 Minuten bis hierher. Der Zugang zu den Becken ist kostenlos. Sanitäre Anlagen wie Umkleidekabinen, Toiletten und Duschen sind vorhanden. Die Becken sind so angelegt, dass das Wasser des Atlantiks bei Seegang immer wieder in das Becken schwappt. Hier kann man sehr schön schwimmen. Für Familien gibt es ein separates Kinderbecken mit sehr ruhigem Wasser.

Fast direkt nebenan befinden sich die Destilerías Aldea. Das Unternehmen produziert verschiedene Sorten von Rum und ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge auf La Palma. Man kann entweder in den schicken Fabrik-Shop gehen, um die verschiedenen Rumsorten zu probieren und zu kaufen. Geführte Touren inklusive einer reichhaltigen Verkostung kosten rund 10 €. Unter der Woche (Montag bis Freitag) gibt es feste Uhrzeiten für geführte Touren. Die englischsprachige Tour startet meist um 13:00 Uhr. Man sollte sich vorab über die Webseite anmelden.

Die Destilerías Aldea liegen nur wenige Minuten vom Meerwasser-Schwimmbad Charco Azul entfernt. Auch das Besucherzentrum von Los Tilos erreicht man in etwa 15 Minuten. Ebenfalls ganz in der Nähe liegt San Andrés, eines der ältesten und schönsten Kolonialdörfer von La Palma.

Strände auf La Palma für Kreuzfahrer

Auch auf La Palma kann man einige schöne Stunden am Strand verbringen. Allerdings sind alle Strände dunkelgrau oder gar schwarz. Der dunkle Lavasand speichert die Sonnenwärme sehr gut, was gerade im Winter ein großer Vorteil sein kann. Kanaren Kreuzfahrten werden nun mal überwiegend im Winter angeboten. Für Kreuzfahrer sind vor allem die Playa de Santa Cruz de La Palma, die Playa de Bajamar und die Playa de los Cancajos interessant.

Blick auf die Strände von Los Cancajos auf La Palma
Playa de los Cancajos – Bild: Tegeler

Playa de Santa Cruz de La Palma

Die Playa de Santa Cruz de La Palma ist der riesige, künstlich angelegte Stadtstrand der Inselhauptstadt. Man kann ihn vom Kreuzfahrtschiff aus bereits sehen. Für Kreuzfahrtgäste bietet dieser weitläufige Strand aus feinstem, schwarzem Vulkansand die bequemste Möglichkeit für einen spontanen Sprung in den Atlantik. Obwohl der Strand sehr weitläufig und minimalistisch wirkt, ist er gut ausgestattet. Es gibt moderne Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten. Stand heute gibt es am Hauptstrand keinen Verleih von Sonnenliegen oder Schirmen und auch keinen Schatten.

Playa Bajamar

In Sichtweite des Kreuzfahrthafens liegt die Playa de Bajamar. Von hier blickt man direkt auf die Kreuzfahrtschiffe an der langen Hafenmole. Vom Hafenausgang sind es nur etwa 1,5 km bis zu diesem Strand. Es gibt saubere Duschen, Toiletten, Umkleidekabinen und während der Saison eine Strandaufsicht. Der Strand ist mit der „Blauen Flagge“ für hervorragende Wasserqualität und Service ausgezeichnet. Leider gibt es vor Ort keinen Verleih von Sonnenliegen oder Schirmen. Schattenplätze sind rar.

Playa de los Cancajos

Einige Kilometer weiter südlich befindet sich der Urlaubsort Los Cancajos mit der schönen Playa de los Cancajos. Diese besteht aus drei geschützten Buchten mit feinem, tiefschwarzem Vulkansand, die von bizarren Lavafelsen eingerahmt sind. Hier kann man komfortabel den ganzen Tag verbringen. Es gibt einen Verleih für Sonnenliegen und Schirme (ca. 4–6 Euro pro Tag), saubere Duschen, Toiletten, Umkleidekabinen und Rettungsschwimmer. Der Strand ist mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet und die Lavafelsen im Wasser sind ein Paradies für Fische. Die vorgelagerten Wellenbrecher sorgen meist für ruhiges Wasser. Zwischen den Lavafelsen tummeln sich zahlreiche Fische, sodass Los Cancajos zu den besten Schnorchel- und Tauchspots der Insel zählt.

Natürliche Felsformationen schützen die Playa de los Cancajos
Natürliche Felsformationen sind ein gutes Schnorchelrevier – Bild: Tegeler

Entlang der Strandpromenade und im direkt dahinter liegenden Einkaufszentrum findet man zahlreiche Cafés und Restaurants. Wer empfindliche Füße hat, packt am besten Badeschuhe ein. Der Strand liegt nur rund 4 km südlich des Kreuzfahrthafens und kann zum Beispiel mit einem Taxi oder einem öffentlichen Bus (Linie 500) erreicht werden. Bei den deutschen Reedereien gibt es in der Regel auch einen Strandtransfer.

Die Westküste von La Palma ist deutlich sonniger, trockener, wärmer und windstiller als die Ostküste. Mit einem Mietwagen erreicht man in knapp einer Stunde die Playa de Tazacorte. Nur ein Stück weiter fährt man zur Playa de Puerto Naos oder zur Playa de Charco Verde. Wenn es in Santa Cruz bewölkt oder frisch sein sollte, stehen die Chancen extrem gut, dass an der Westküste in Tazacorte oder Puerto Naos die Sonne scheint. Puerto Naos war von dem Vulkanausbruch 2021 stark betroffen, hat sich aber mittlerweile erholt.

Fazit: Landausflüge auf La Palma auf eigene Faust

La Palma ist mit Sicherheit kein Ziel für Kreuzfahrer, die weiße Traumstrände oder quirliges Urlaubsflair suchen. Wer sich dafür für Vulkane, tiefe Schluchten und ursprüngliche Natur begeistern kann, findet hier eine der eindrucksvollsten Inseln der Kanaren. Der Mietwagen ist für uns ganz klar die beste Wahl, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Taxi-Inseltouren lohnen sich preislich erst richtig, wenn man zu viert unterwegs ist.

Wer zum ersten Mal auf La Palma anlegt, sollte sich für die Vulkanlandschaft im Süden rund um Fuencaliente oder für einen Landausflug ins bergige Zentrum zur Caldera de Taburiente entscheiden. Beide Routen lassen sich gut in einem Tag mit dem Mietwagen verbinden, erfordern aber realistisch geplante Zeitpuffer – die kurvenreichen Bergstraßen sind langsamer als gedacht. Wer lieber am oder nahe dem Wasser bleiben möchte, ist mit einem Stadtbummel durch das charmante Santa Cruz de La Palma und einem Abstecher zum Strand von Los Cancajos gut beraten.

Unser Tipp: Wer nur einen einzigen Tag auf La Palma hat, muss sich entscheiden – für die komplette Insel in ihrer ganzen Vielfalt reicht die Zeit an Land kaum aus. Umso mehr lohnt es sich, vorab genau zu planen, welche Seite der Insel man kennenlernen möchte: den schwarzen, vulkanischen Süden, das bergige Zentrum oder den grünen, wasserreichen Nordosten.

Petra auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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