Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Chan May auf eigene Faust zusammengestellt. Der Industriehafen von Chan May ist ein wichtiger Kreuzfahrthafen in Zentralvietnam. Er befindet sich an der zentralvietnamesischen Küste etwa auf halber Strecke zwischen Hue und Da Nang. Der Hafen selbst bietet kaum touristische Infrastruktur. Die meisten Kreuzfahrer nutzen Chan May daher als Ausgangspunkt für Landausflüge nach Hue, Da Nang oder Hoi An. Die Landausflugsziele ab Chan May decken sich weitgehend mit denen in Da Nang, das etwa eine Autostunde weiter südlich liegt. Hue, die ehemalige Kaiserstadt Vietnams, ist nur gut 60 km entfernt. Die Zitadelle, die Thien Mu Pagode und die Kaisergräber gehören zu den beliebtesten Landausflugszielen. Hoi An ist rund 70 km entfernt und für seine gut erhaltene Altstadt bekannt. Besonders am Abend sorgen die vielen bunten Laternen für eine ganz besondere Atmosphäre. Letzte Aktualisierung: Juli 2026
Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge in Asien auf eigene Faust: Bangkok, Busan, Colombo, Da Nang, Ha Long, Hambantota, Hongkong, Kaohsiung, Keelung (Taipeh), Kobe, Koh Samui, Langkawi, Nha Trang, Osaka, Penang, Phu My (Saigon), Phuket, Phu Quoc, Port Klang (Kuala Lumpur), Shanghai, Singapur, Tokio, Yokohama
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Chan May auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
???? Liegeplatz: Chan May International Port
????♂️ Stadtzentrum: Keine touristisch interessante Stadt in fußläufiger Entfernung
????️ Nächster Strand: Lang Co Beach (ca. 8 km)
✨ Highlights: Kaiserstadt Hue, Thien Mu Pagode, Kaisergräber, Hoi An, Marmorberge, Ba Na Hills mit der Golden Bridge, Da Nang
????️ Fortbewegung: Organisierte Landausflüge, Taxis oder private Fahrer
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Hue oder Hoi An – beide füllen einen ganzen Urlaubstag
???? Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Vietnamesische Dong (VND); Amtssprache ist Vietnamesisch. In touristischen Bereichen kommt man teilweise mit Englisch zurecht.
???? Internet: Kein EU-Roaming; kostenloses WLAN gibt es häufig in Restaurants und Cafés. Regionale Asien-eSIM, z. B. von GigSky oder Airalo.
???? Fazit: Der Hafen von Chan May selbst bietet kaum Sehenswürdigkeiten. Dafür erreicht man von hier aus einige der bekanntesten Highlights Zentralvietnams. Besonders beliebt sind Landausflüge nach Hue, Hoi An und Da Nang.
Kreuzfahrthafen Chan May
Der Hafen von Chan May ist ein wichtiger Tiefseehafen in Zentralvietnam. Er hat eine große wirtschaftliche Bedeutung, da hier sowohl große Frachtschiffe als auch Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 362 Metern und einem Tiefgang von 9,5 Metern können hier festmachen.
Der Hafen von Chan May ist ein moderner Industriehafen mit Container- und Massengutanlagen. Kreuzfahrtschiffe sind hier nur zu Gast. Ein eigenes Kreuzfahrtterminal gibt es nicht. Die Abfertigung der Passagiere erfolgt meist in großen Zelten direkt an der Pier. Die Landausflugsbusse parken in unmittelbarer Nähe des Schiffes und Taxifahrer warten am Hafenausgang.
Landausflüge in Chan May buchen
Für den Tag in Chan May werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Chan May findet man bei GetYourGuide*.
Mobilität auf Chan May auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Chan May auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Chan May.
- Wolkenpass: 27 km
- Da Nang: 42 km
- Ba Na Hills: 49 km
- Kaiserstadt Hue: 63 km
- Marmorberge: 63,4 km
- Hoi An: 71 km
- My Son Tempelstadt: 80 km
Landausflugsziele in Chan May: 1. Chan May Port, 2. Wolkenpass, 3. Da Nang, 4. Marmorberge, 5. Ban Na Hills, 6. Hoi An, 7. Tempelstadt My Son, 8. Kaiserstadt Hue
Zu Fuß unterwegs
Der Chan May Port liegt abgelegen auf einer Halbinsel. Zu Fuß kann man hier leider keine Sehenswürdigkeiten erreichen. Auch die Strände sind zu weit entfernt und nur eingeschränkt empfehlenswert. Der Lang Co Beach ist zwar landschaftlich wunderschön, war bei unserem Besuch aber leider stark vermüllt. Die bergige Halbinsel rund um den Hafen ist zudem nicht für Fußgänger erschlossen.
Taxis, Uber & Co
Mit etwas Glück warten am Hafen Taxifahrer, die Touren in die Umgebung anbieten. Die Preise sind allerdings oft deutlich höher als in den Städten. Hinzu kommt, dass Maut- und Parkgebühren meist separat berechnet werden. Die beste Möglichkeit ist deshalb, vorab einen Privatwagen mit Fahrer zu buchen. Entsprechende Angebote findet man bei GetYourGuide* oder bei dem lokalen Anbieter Danang Transfer (danangtransfer.vn).
Alternativ kann man versuchen, über die App Grab einen Fahrer zu bestellen. Grab ist die größte Ridesharing-App in Südostasien und funktioniert ähnlich wie Uber. In Großstädten wie Da Nang oder Hue klappt das in der Regel problemlos. Am Hafen von Chan May dürfte es jedoch schwierig werden, da sich nur wenige Fahrer in diese abgelegene Industrieregion verirren und sie zudem nicht bis direkt ans Kreuzfahrtschiff fahren dürfen.
Chan May auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Chan May ist wegen seiner guten Lage in Zentralvietnam ein beliebter Kreuzfahrthafen. In der nahen Umgebung gibt es viele spannende Landausflugsziele. Dazu gehören die frühere Kaiserstadt Hue und die alte Stadt Hoi An. Hoi An kennt man für seine historischen Handelshäuser, schmalen Gassen und farbigen Laternen. Auch Da Nang mit seinen Stränden, Brücken und den Marmorbergen lohnt einen Besuch. Chan May ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Sehenswürdigkeiten Zentralvietnams zu besuchen. Dies sind die beliebtesten Highlights für Landausflüge in Chan May auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Die wichtigsten Landausflugsziele liegen nicht direkt am Hafen, sondern in der Umgebung. Ob Kaiserstadt, UNESCO-Welterbe, lange Sandstrände oder spektakuläre Brücken – hier findet jeder den passenden Landausflug für seinen Tag in Chan May.
???? Erstbesucher: Hue, Hoi An, Da Nang, Ba Na Hills
????️ Kultur & Geschichte: Kaiserstadt Hue, My Son Tempelstadt, Hoi An Altstadt
????️ Strände: My Khe Beach (Da Nang), Lang Co Beach, Canh Duong Beach
⛰️ Natur & Aussicht: Marble Mountains, Hai-Van-Pass, Ba Na Hills
????️ Shopping & Märkte: Hoi An Night Market, Han Market (Da Nang), Dong Ba Market (Hue)
Kaiserstadt Hue
Die Kaiserstadt Hue ist das historische Herz Vietnams und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie war von 1802 bis 1945 Sitz der Nguyễn-Dynastie. Die riesige Anlage entstand nach dem Vorbild der „Verbotenen Stadt“ in Peking, wurde aber an die vietnamesische Kultur und Landschaft angepasst. Eine etwa 10 Kilometer lange Festungsmauer mit Wassergraben umschließt die gesamte Anlage. Im Inneren befinden sich die eigentliche Kaiserstadt und die streng abgeschirmte „Purpurne Verbotene Stadt“, die früher ausschließlich der kaiserlichen Familie vorbehalten war. Obwohl viele Gebäude während des Vietnamkrieges zerstört wurden, sind die wichtigsten Paläste, Tore und Tempel heute aufwendig restauriert.
Vom Chan May Port fährt man etwa 1,5 Stunden nach Hue. Für den Besuch der Kaiserstadt würden wir mindestens 2,5 Stunden einplanen. Der Eintritt kostet derzeit 200.000 VND (ca. 7,50 Euro) pro Erwachsenem. Da es sich um eine historische Tempelanlage handelt, gilt in den Tempeln und Innenräumen eine Kleiderordnung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Das Gelände ist sehr weitläufig und man legt schnell einige Kilometer zu Fuß zurück. Wer möchte, kann direkt hinter dem Haupteingang ein Elektro-Golfcart mit Fahrer mieten. Gegen eine geringe Gebühr bringt es die Besucher zu den wichtigsten Bauwerken.
Zu den Höhepunkten gehört das Mittagstor, der repräsentative Haupteingang der Kaiserstadt. Von seinem Balkon verkündete der Kaiser einst wichtige Erlasse. Ebenfalls sehenswert ist die Halle der Höchsten Harmonie, der ehemalige Thronsaal für Empfänge und Zeremonien. Im Ahnentempel erinnern die neun monumentalen bronzenen Dynastieurnen an die Kaiser der Nguyễn-Dynastie. Ein besonders ruhiger Ort zum Durchatmen ist der kaiserliche Garten mit seinen Teichen, Brücken und Pavillons.
Da Nang
Da Nang ist mit rund 1,2 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Vietnams und das wirtschaftliche Zentrum der Landesmitte. Die moderne Küstenstadt liegt zwischen der alten Kaiserstadt Hue und der UNESCO-Welterbestadt Hoi An. Viele Kreuzfahrer in Chan May buchen eine Stadtrundfahrt und besuchen den berühmten My Khe Beach.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Dragon Bridge, die den Fluss Han überspannt. An den Wochenenden speit der riesige Drachenkopf am Abend Feuer und Wasser. Ebenfalls sehenswert sind die rosafarbene Kathedrale von Da Nang, der Han Market und die lange Uferpromenade entlang des Hàn-Flusses. Wer sich für Kunst interessiert, sollte das Museum für Cham-Skulpturen besuchen. Es beherbergt die weltweit bedeutendste Sammlung von Skulpturen des ehemaligen Königreichs Champa.
Nur wenige Kilometer östlich des Stadtzentrums beginnt der etwa 30 km lange Strand von Da Nang. Besonders bekannt ist der My Khe Beach, der als einer der schönsten Strände des Landes gilt. Er ist breit und feinsandig, ideal zum Schwimmen und Sonnenbaden. Liegen und Sonnenschirme können für ca. 1,50 € pro Tag gemietet werden. Vor Ort gibt es Gastronomie und Angebote für Parasailing, Jetski und Bananenbootfahren.
Am nördlichen Ende des Strandes befindet sich der Son Tra Berg. Er wird auch Affenberg genannt und ist ein Naturschutzgebiet. Hier leben seltene Rote Schenkelaffen. Sehenswert ist die Linh Ung Pagode mit ihrer riesigen Lady Buddha Statue. Am Rand des Berges befindet sich der Hafen von Da Nang. Hier machen auch viele Kreuzfahrtschiffe fest. AIDA Cruises nutzt diesen Hafen regelmäßig. Deshalb gibt es bei uns auch ein Hafenportrait von Da Nang.
Für einen Stadtbummel durch Da Nang würden wir etwa drei bis vier Stunden einplanen. Vom Kreuzfahrthafen Chan May beträgt die Fahrzeit je nach Verkehr rund 60 Minuten. Viele Kreuzfahrer verbinden einen Besuch der Stadt mit den Marmorbergen oder einem Abstecher nach Hoi An. Auch der Bergferienort und Themenpark Ban Na Hills liegt am Stadtrand. So lässt sich der Landgang gut zu einem abwechslungsreichen Landausflug in Chan May kombinieren.
Marmorberge
Die Marmorberge gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten rund um Da Nang. Fünf Kalkstein- und Marmorhügel ragen markant aus der flachen Küstenebene empor. Sie sind nach den fünf Elementen der chinesischen Philosophie benannt: Metall, Holz, Wasser, Feuer und Erde. Der größte und bekannteste Berg ist der Wasserberg. Hier befinden sich mehrere buddhistische Pagoden, Tempel, Höhlen und Aussichtspunkte. Nachdem man den Berg wieder verlassen hat, sollte man unbedingt die separate Am Pu Höhle besuchen. Sie symbolisiert in der buddhistischen Vorstellung den Weg durch Hölle und Himmel. Der untere Teil ist düster, kühl und mit teils schaurigen Skulpturen besetzt, die die Bestrafung von Sünden darstellen. Ein sehr steiler, heller Treppenaufgang führt schließlich symbolisch hinauf in den „Himmel“.
Kreuzfahrer erreichen den Gipfel entweder über 156 Steinstufen oder bequem mit einem gläsernen Aufzug. Anschließend führen gut ausgebaute Wege und Treppen zu Tempeln, Aussichtspunkten und mehreren sehenswerten Höhlen. Für Eintritt, Aufzug und die Am-Phu-Höhle sollte man etwas Bargeld dabeihaben. Die Gebühren sind sehr gering und müssen in bar bezahlt werden. Da es sich um eine heilige buddhistische Stätte handelt, müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Direkt am Fuße der Marmorberge haben sich zahlreiche Steinmetzbetriebe angesiedelt. Heute werden dort überwiegend Skulpturen aus Marmor angeboten, der aus Naturschutzgründen meist nicht mehr aus den Marmorbergen selbst stammt.

Für den Besuch würden wir etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Vom Kreuzfahrthafen Chan May beträgt die Fahrzeit je nach Verkehr ungefähr 75 bis 90 Minuten. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da trotz Aufzug noch einige Treppen zu bewältigen sind. Die Marmorberge lassen sich gut mit weiteren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung kombinieren. Dazu gehören der berühmte My Khe Beach in Da Nang, der Bergferienort Ba Na Hills und die historische Altstadt von Hoi An.
Ba Na Hills & Golden Bridge
Das Bergresort Ba Na Hills gehört zu den beliebtesten Landausflugszielen rund um Chan May. Die Anlage liegt im Truong-Son-Gebirge auf fast 1.500 Metern Höhe. Hier oben ist es meist 10 bis 15 Grad kühler als an der heißen Küste bei Da Nang. Bekannt ist Ba Na Hills vor allem für die spektakuläre Golden Bridge, die von zwei riesigen Steinhänden getragen wird, sowie für das im französischen Stil gestaltete „French Village“.
Französische Kolonialherren entdeckten das Gebiet 1901 als kühlen Rückzugsort vor der tropischen Hitze. Ab 1910 entstand hier eine Bergstation mit Villen und Hotels. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ersten Indochinakrieg verfielen die Anlagen jedoch weitgehend. Die vietnamesische Sun Group baute die Ba Na Hills ab 2007 in ein modernes Tourismuszentrum um. 2009 wurde eine spektakuläre Seilbahn eröffnet, die Besucher in etwa 20 Minuten auf fast 1.500 Meter Höhe bringt. Das Herzstück der neuen Entwicklung ist das „French Village“. Es erinnert an eine französische Kleinstadt mit Hotels, Restaurants, Cafés und Geschäften. Eine weitere Hauptattraktion ist die „Golden Bridge“. Diese Brücke, die von zwei riesigen Steinhänden gehalten wird, wurde 2018 eröffnet und schnell zu einem viralen Phänomen. Die Aussicht von der Brücke ist spektakulär. Danach bietet sich eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn (Alpine Coaster) an.

Für einen Aufenthalt würden wir mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Vom Kreuzfahrthafen Chan May benötigt man je nach Verkehr rund 60 Minuten. Wer alle Attraktionen in Ruhe erleben möchte, sollte einen ganzen Tagesausflug einplanen. Am Wochenende ist der Park extrem überlaufen mit einheimischen Touristen und Kurzurlaubern.
Altstadt von Hoi An
Die Altstadt von Hoi An gehört zu den schönsten Landausflugszielen Vietnams und zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert war Hoi An einer der wichtigsten Handelshäfen Südostasiens. Kaufleute aus China, Japan und Europa prägten das Stadtbild. Viele der historischen Kaufmannshäuser, Tempel und Versammlungshallen sind hervorragend erhalten. Autos sind im historischen Zentrum weitgehend verboten. Dadurch lässt sich die Altstadt besonders entspannt zu Fuß erkunden.
Das bekannteste Wahrzeichen ist die Japanische Brücke, die Ende des 16. Jahrhunderts von der japanischen Gemeinde erbaut wurde. Ebenfalls sehenswert sind die historischen Versammlungshallen der chinesischen Händlergemeinschaften, zahlreiche alte Handelshäuser und der bunte Zentralmarkt am Fluss. Entlang der schmalen Gassen laden kleine Cafés, Restaurants und Geschäfte zum Bummeln ein. Besonders stimmungsvoll wird Hoi An am Abend, wenn tausende bunte Laternen die Altstadt erleuchten. Dann wird es allerdings auch deutlich voller. Wer möchte, macht eine kurze Bootsfahrt.
Für den Besuch der wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten benötigt man ein Eintrittsticket. Mit diesem können mehrere ausgewählte Bauwerke besichtigt werden. Tickets sind an verschiedenen Verkaufsstellen in der Altstadt erhältlich. Wer nur durch die Gassen schlendern oder den Markt besuchen möchte, benötigt kein Ticket.
Für einen Besuch würden wir mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Vom Kreuzfahrthafen Chan May beträgt die Fahrzeit je nach Verkehr etwa 90 bis 120 Minuten. Viele Kreuzfahrer verbinden Hoi An mit den Marmorbergen oder einem kurzen Stadtbummel in Da Nang. Aufgrund der vergleichsweise langen Anfahrt lohnt sich jedoch meist ein Landausflug, der sich ganz auf Hoi An konzentriert. Hoi An ist übrigens weltberühmt für seine günstigen, maßgeschneiderten Anzüge, Kleider und Schuhe. Aber dafür reicht die Zeit auf einem Landausflug leider nicht aus.
Hai-Van-Pass (Wolkenpass)
Der Hai-Van-Pass (Wolkenpass) liegt an der Küste Zentralvietnams und erreicht eine Höhe von knapp 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die kurvige Passstraße ist ungefähr 21 km lang und bietet eine herrliche Aussicht auf das Meer. Der Wolkenpass bildete über Jahrhunderte eine natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam und hatte deshalb auch eine große militärische Bedeutung. Alte Festungsanlagen und Bunkerreste erinnern daran.
Das Wetter ist oft wolkig und neblig. Der Pass markiert eine Wetterscheide. Nördlich davon ist das Klima oft kühler und feuchter, während es südlich meist wärmer und trockener ist. Die Eröffnung des über sechs Kilometer langen Hải-Vân-Tunnels im Jahr 2005 verkürzte die Reisezeit stark. Die alte Passstraße befahren jetzt hauptsächlich Touristen und Motorradfahrer. Der Wolkenpass ist ein schönes Ziel für Landausflüge in Chan May.
Tempelstadt My Son
Die Tempelstadt My Son gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Vietnams. Zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert war sie das religiöse Zentrum des Königreichs Champa. In einem abgeschiedenen Tal entstanden zahlreiche hinduistische Tempel aus roten Ziegelsteinen, die den Göttern Shiva und Vishnu geweiht waren. Viele Bauwerke wurden im Vietnamkrieg beschädigt, dennoch vermittelt die Anlage bis heute einen guten Eindruck von der einstigen Bedeutung dieser Tempelstadt.
Für Besucher führen gut ausgebaute Wege durch das weitläufige Gelände zu den wichtigsten Tempelgruppen. Am Eingang gibt es ein Besucherzentrum. Von dort bringt ein kostenloser Elektroshuttle die Gäste zum Beginn des Rundwegs. Für den Besuch würden wir etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Das Areal ist sehr weitläufig und bietet innerhalb der Ruinenfelder kaum Schutz vor der prallen Sonne. Vom Kreuzfahrthafen Chan May beträgt die Fahrzeit je nach Verkehr rund zwei Stunden. Viele Kreuzfahrer verbinden My Son mit einem Besuch der Altstadt von Hoi An.
Fazit: Landausflüge in Chan May auf eigene Faust
Chan May ist kein Hafen für einen Stadtbummel direkt am Kreuzfahrtschiff. Der Reiz dieses Kreuzfahrthafens liegt vielmehr in den weltberühmten Ausflugszielen der Umgebung. Mit der Kaiserstadt Hue, der Altstadt von Hoi An und der Tempelstadt My Son warten gleich mehrere UNESCO-Welterbestätten auf Besucher. Hinzu kommen die Marmorberge, der spektakuläre Hai-Van-Pass, das Bergresort Ba Na Hills und die Strände von Da Nang. Aufgrund der teilweise langen Fahrzeiten sollte man sich auf ein oder zwei Hauptziele konzentrieren und den Tag nicht zu voll planen. Wer seinen Landausflug gut vorbereitet, kann Chan May problemlos auf eigene Faust entdecken und einen abwechslungsreichen Tag in Zentralvietnam erleben.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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