Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Hambantota auf eigene Faust zusammengestellt. Hambantota ist eine kleine Stadt im Süden von Sri Lanka. Chinesische Investoren haben hier in den vergangenen Jahren einen modernen Tiefwasserhafen und einen internationalen Flughafen errichtet. Für Kreuzfahrer ist Hambantota vor allem das Tor zu mehreren Nationalparks wie dem Yala-Nationalpark oder dem Bundala-Nationalpark. Bei einer Safari kann man mit etwas Glück Elefanten, Leoparden, Krokodile und viele weitere Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Der Botanische Garten von Hambantota zeigt Pflanzen aus den Trockengebieten Sri Lankas. Hier wird unter anderem an trockenheitsresistenten Pflanzen geforscht. Letzte Aktualisierung: Juli 2026
Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge in Asien auf eigene Faust: Bangkok, Busan, Chan May, Colombo, Da Nang, Ha Long, Hongkong, Kaohsiung, Keelung (Taipeh), Kobe, Koh Samui, Langkawi, Nha Trang, Osaka, Penang, Phu My (Saigon), Phuket, Phu Quoc, Port Klang (Kuala Lumpur), Shanghai, Singapur, Tokio, Yokohama
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Hambantota auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
???? Liegeplatz: Hambantota International Port
????♂️ Stadtzentrum: Hambantota (ca. 16 km)
????️ Nächster Strand: Hambantota Beach (ca. 16 km)
✨ Highlights in Hambantota: Yala-Nationalpark, Bundala-Nationalpark, Udawalawe-Nationalpark, Botanischer Garten, Walawe River Safari, Felsentempel Mulkirigala, Pilgerstadt Kataragama
????️ Fortbewegung: Organisierte Landausflüge, private Fahrer oder Taxis.
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Safaris in den Nationalparks
???? Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist die Sri-Lanka-Rupie (LKR); Amtssprachen sind Singhalesisch und Tamil. In Hotels und touristischen Einrichtungen wird häufig Englisch gesprochen.
???? Internet: WLAN gibt es in vielen Hotels und Restaurants. Eine Asien-eSIM (z. B. von GigSky oder Airalo) ist oft die bequemste Lösung.
???? Tipp zur Routenplanung: Die wichtigsten Landausflugsziele befinden sich meist 30 bis 90 km entfernt. Für Safaris und längere Landausflüge empfehlen wir einen organisierten Landausflug oder einen privaten Fahrer, da diese Wartezeiten vermeiden und den knappen Aufenthalt im Hafen optimal nutzen.
Kreuzfahrthafen Hambantota
Der Hambantota International Port ist einer der modernsten Häfen Sri Lankas. Er wurde unter starker Beteiligung chinesischer Investoren entwickelt. Heute können hier große Schiffe, darunter Autotransporter, Containerschiffe, Öltanker und Kreuzfahrtschiffe, abgefertigt werden.
Der Hafen wurde ursprünglich als großer Handelshafen geplant, wird inzwischen aber auch zunehmend von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Die Schiffe machen in einem weitläufigen Industriehafen fest. Ein klassisches Kreuzfahrtterminal gibt es nicht. Kreuzfahrer ohne gebuchten Landausflug werden mit Shuttlebussen zum Hambantota International Port Gate 02 gebracht. Von dort kann man mit einem Taxi oder einem vorab gebuchten Fahrer zu den Nationalparks und anderen Ausflugszielen der Region aufbrechen.
Landausflüge in Hambantota buchen
Für den Tag in Hambantota werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Hambantota findet man bei GetYourGuide*.
Mobilität in Hambantota auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Hambantota auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Hambantota (ab Hambantota Cruise Terminal):
- Botanischer Garten: 7,5 km
- Walawe River Jungleboat Safari: 10,7 km
- Salzpfannen von Hambantota: 16 km
- Zentrum von Hambantota: 16 km
- Bundala-Nationalpark: 25 km
- Yala-Nationalpark: 65 km
- Udawalawe-Nationalpark: 50 km
- Felsentempel Mulkirigala: 69 km
- Pilgerstadt Kataragama: 65 km
- Galle: 134 km
Karte von Hambantota mit dem Hafen: 1. Stadtzentrum, 2. Hambantota Beach, 3. Hambantota Salinen, 4. Shangri-La Hambantota, 5. Botanischer Garten
Zu Fuß unterwegs
Der große Industriehafen ist nicht für Fußgänger ausgelegt. Sehenswürdigkeiten oder Geschäfte gibt es hier nicht. Für alle Landausflüge ist man auf ein Verkehrsmittel angewiesen.
Shuttlebusse
In der Regel verkehren kostenlose Shuttlebusse des Hafens zum Hambantota International Port Gate 02.
Taxis, Uber & Co
Am Hafenausgang warten bei Ankunft eines Kreuzfahrtschiffes zahlreiche Tuk-Tuks sowie lokale Taxis (Pkw und Kleinbusse) auf die ankommenden Kreuzfahrer. Die Fahrer verlangen häufig sehr hohe Einstiegspreise. Deshalb sollte man vor Fahrtantritt unbedingt einen Festpreis vereinbaren. Falls die Fahrer direkt am Hafentor zu aufdringlich sind, lohnt es sich oft, einige Meter die Straße hinunterzugehen. Taxis und Tuk-Tuks eignen sich vor allem für kürzere Strecken, beispielsweise zum Botanischen Garten oder ins Zentrum von Hambantota.
In Hambantota sind Uber und die in Sri Lanka weit verbreitete App PickMe kaum oder gar nicht verfügbar. Während beide Dienste in Colombo zuverlässig funktionieren, ist die Fahrerabdeckung im Süden des Landes rund um den Kreuzfahrthafen sehr gering. Wer einen längeren Ausflug plant, ist mit einem vorab gebuchten privaten Fahrer meist besser beraten. Registrierte Fahrer dürfen ihre Kunden bei Online-Buchungen teilweise sogar direkt am Passagierterminal mit einem Namensschild abholen. Entsprechende Angebote findet man beispielsweise bei Viator*.
Hambantota auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Der moderne neue Hafen bringt Hambantota zunehmend auf die Landkarte der Kreuzfahrtreedereien. Die Kleinstadt an der Südspitze Sri Lankas hat nur gut 10.000 Einwohner. Sie bietet schöne Naturstrände, Salinen und den Dry Zone Botanical Garden. Die größten Attraktionen liegen jedoch im Umland. Gleich mehrere Nationalparks ziehen viele Landausflügler an. Hier kann man Leoparden, Elefanten und Wasserbüffel in freier Wildbahn beobachten. Beliebt sind außerdem Bootsfahrten auf dem Walawe River durch Mangroven und Flusslandschaften. Mit etwas Glück lassen sich dabei Krokodile, Warane und zahlreiche Vogelarten entdecken. Ein weiteres lohnendes Landausflugsziel ist der Mulkirigala Raja Maha Vihara, ein jahrhundertealter buddhistischer Felsentempel mit Höhlenmalereien und Buddha-Statuen. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Hambantota auf eigene Faust.
Karte der Landausflugsziele im Umland von Hambantota: 1. Bundala-Nationalpark, 2. Yala-Nationalpark, 3. Elefanten von Udawalawe, 4. Felsentempel von Mulkirigala, 5. Pilgerstadt Kataragama, 6. Walawe River Boat Safari
Orientierung für Kreuzfahrer
Ob spannende Safaris, buddhistische Tempel, Bootsfahrten oder entspannte Stunden am Strand – die wichtigsten Landausflugsziele haben wir hier nach Interessen geordnet. So findet jeder schnell die passenden Ausflugsziele für seinen Tag in Hambantota.
???? Erstbesucher: Yala-Nationalpark, Bundala-Nationalpark, Udawalawe-Nationalpark
???? Safari & Tierwelt: Yala-Nationalpark, Bundala-Nationalpark, Udawalawe-Nationalpark, Walawe River Safari
???? Kultur & Geschichte: Mulkirigala-Felsentempel, Pilgerstadt Kataragama
???? In Hafennähe: Botanischer Garten, Salinen von Hambantota, Hambantota Beach
????️ Strände: Hambantota Beach, Shangri-La Hambantota Beach
Hambantota entdecken
Der kleine Ortskern von Hambantota vermittelt einen guten Eindruck vom Alltag der Einheimischen und lässt sich gut auf eigene Faust erkunden. Man fährt mit einem der kostenfreien Shuttlebusse der Hafenverwaltung bis zum Port Gate 02 und verhandelt dort mit einem Tuk-Tuk-Fahrer einen Festpreis für eine kleine Stadtrundfahrt.
Auf den Märkten von Hambantota werden frisches Obst, Gemüse, Gewürze und Fisch verkauft. Sehenswert sind außerdem der Martello Tower und der benachbarte Leuchtturm. Der Martello Tower ist ein kleiner, runder Festungsturm aus der Kolonialzeit. Er wurde 1805 erbaut und diente als Wachturm und Verteidigungsanlage an diesem strategisch wichtigen Küstenabschnitt. Der Colonial Gallows Tree erinnert an die britische Kolonialzeit. An diesem Baum wurden früher öffentliche Hinrichtungen vollzogen. Heute steht er unter Denkmalschutz.
Die Salinen von Hambantota sind große Salzgewinnungsflächen im Süden der Stadt. Hier wird Meersalz durch natürliche Verdunstung gewonnen. Die weiten Salzfelder mit ihren weißen Flächen kontrastieren mit roter Erde und blauen Lagunen. Flamingos, Löffler und Reiher können hier beobachtet werden. Man lässt sich von dem Tuk-Tuk-Fahrer zu den Aussichtspunkten an den Beckenringen fahren.
Der Dry Zone Botanic Garden liegt nur etwa 15 Minuten vom Hafen entfernt. Der botanische Garten gehört zu den fünf nationalen botanischen Gärten Sri Lankas und wurde erst 2013 eröffnet. Auf rund 300 Hektar wachsen Trockenpflanzen, ayurvedische Heilpflanzen, Fruchtbäume, Zierpflanzen und zahlreiche Themengärten. Außerdem bietet der Park einen Lebensraum für viele einheimische Vögel, Schmetterlinge und kleine Reptilien. Unser Tipp: Aufgrund der Größe des Parks lohnt es sich, direkt am Haupteingang ein Elektrofahrzeug mit Fahrer zu mieten. Die Kosten liegen – je nach Größe (4- oder 8-Sitzer) – bei etwa 1.000 bis 2.000 LKR pro Stunde. Die Fahrer kennen die schönsten Ecken des Gartens, etwa das Sukkulenten-Gewächshaus oder die Schmetterlingsgärten, erklären die Pflanzenwelt und ersparen kilometerlange Fußmärsche in der prallen Sonne.
In Hambantota gibt es endlose Sandstrände, die touristisch teilweise noch völlig unerschlossen sind. Dazu gehört auch der lange Hambantota Beach, der direkt im Ortszentrum beginnt. Westlich der Stadt befindet sich das Shangri-La Hambantota Golf Resort & Spa mit einem langen Sandstrand. Einige Reedereien bieten Landausflüge dorthin an. Für einige Stunden kann man dann die Einrichtungen des Fünf-Sterne-Luxusresorts nutzen.
Bundala-Nationalpark
Der Bundala-Nationalpark ist das wichtigste Feuchtgebiet Sri Lankas und gilt unter Kreuzfahrern noch als Geheimtipp für Landausflüge in Hambantota. Während der benachbarte Yala-Nationalpark oft komplett mit Safari-Jeeps überlaufen ist, erlebt man in Bundala eine wunderbar friedliche und weniger touristische Safari. Der Park ist weltberühmt für seine Vogelwelt (darunter große Herden wilder Flamingos von November bis April), beheimatet aber auch Elefanten, Krokodile, Affen, Schildkröten und riesige Herden von Fleckenhirschen.
Der Bundala-Nationalpark liegt an der Südostküste Sri Lankas, ca. eine halbe Busstunde östlich vom Hafen in Hambantota. Die meisten Landausflügler werden den Nationalpark im Rahmen eines organisierten Landausfluges besuchen, was wir auch empfehlen würden. Angebote gibt es an Bord und bei lokalen Veranstaltern. Wenn man auf eigene Faust mit einem normalen Taxi oder Tuk-Tuk anreist, zahlt man am Parkeingang nur den offiziellen Nationalpark-Eintritt (rund 12 bis 15 US-Dollar). Das Taxi selbst darf nicht in den Park fahren. Man kann direkt am Eingang eine Safari-Tour inklusive Jeep buchen. Die kosten meist zwischen 40 und 60 US-Dollar pro Person.
Was mitbringen? Ein Fernglas und eine Kamera mit Teleobjektiv sind ideal für die Beobachtung der zahlreichen Vögel an den Lagunen. Da es kaum Schatten gibt, sollte man außerdem an Sonnenschutz, ausreichend Trinkwasser (mindestens zwei Liter pro Person), leichte Kleidung und ein Insektenschutzmittel denken.
Yala-Nationalpark
Der Yala-Nationalpark ist das bekannteste und meistbesuchte Naturschutzgebiet Sri Lankas. Er liegt im Südosten der Insel und zählt zu den besten Orten weltweit, um mit etwas Glück einen Leoparden in freier Wildbahn zu beobachten. Der Nationalpark umfasst knapp 1.000 Quadratkilometer und ist in fünf Bereiche (Blöcke) unterteilt. Für Besucher sind in der Regel die Blöcke 1 und 5 geöffnet. Die abwechslungsreiche Landschaft reicht von trockenem Buschland und offenen Grasflächen über Lagunen bis hin zu einer wilden Küste am Indischen Ozean. Neben den seltenen Ceylon-Leoparden leben hier große Herden Asiatischer Elefanten, Lippenbären, Krokodile, Wasserbüffel und mehr als 200 Vogelarten.
Das Yala National Park Office in Palatupana ist der offizielle Haupteingang und das Ticketbüro für den meistbesuchten Teil des Parks (Block 1). Die reine Fahrtzeit vom Kreuzfahrthafen beträgt je nach Verkehr etwa 75 bis 90 Minuten. Am Parkeingang steigt man in offene Allrad-Safari-Jeeps um. Auf holprigen Pisten fährt man dann ca. 3 bis 4 Stunden durch den Nationalpark. Wir empfehlen eine organisierte Tour.
Gut zu wissen: Seit Mai 2026 ist die Zahl der Safari-Jeeps im Yala-Nationalpark auf 300 Fahrzeuge pro Tag begrenzt. Wer individuell anreist, sollte deshalb möglichst frühzeitig reservieren.
Der Yala-Nationalpark ist sehr gut besucht. Nach anhaltender Kritik von Naturschützern und zum besseren Schutz der Tiere hat das Department of Wildlife Conservation (DWC) im Mai 2026 umfangreiche Maßnahmen eingeführt. Die Zahl der zugelassenen Safari-Jeeps wurde auf maximal 300 Fahrzeuge pro Tag begrenzt. Zuvor waren oft mehr als 550 Jeeps gleichzeitig im Park unterwegs. Der Einlass erfolgt inzwischen über QR-Codes und feste Zeitfenster, sodass eine frühzeitige Online-Buchung praktisch unverzichtbar ist. Zusätzlich gelten strenge Tempolimits, um Unfälle mit Wildtieren zu vermeiden.
Im Yala-Nationalpark leben viele Säugetiere (über 40 Arten). Hier gibt es die höchste Leopardendichte weltweit. Der Sri-Lanka-Elefant ist eine Unterart der asiatischen Elefanten. Die Feuchtgebiete des Nationalparks sind ein Paradies für Vogelbeobachter. Hier sieht man Pfauen, Fischadler oder Bienenfresser. Zu den Reptilien im Park gehören Sumpfkrokodile, Warane und Sternschildkröten. Dazu kommt eine große Vielfalt an Schmetterlingen, Käfern und Libellen.
Udawalawe-Nationalpark
Der Udawalawe-Nationalpark gilt als einer der besten Orte in Sri Lanka, um Elefanten in freier Wildbahn zu beobachten. Im Vergleich zum Yala-Nationalpark geht es hier deutlich ruhiger zu. Außerdem ist die Landschaft wesentlich offener, sodass Tiere oft schon aus größerer Entfernung zu erkennen sind. Der rund 308 Quadratkilometer große Nationalpark liegt in der Südprovinz am Rand des zentralen Hochlandes. Im Mittelpunkt des Parks liegt der riesige Udawalawe-Stausee, an dessen Ufern sich viele Tiere aufhalten. Die Landschaft besteht überwiegend aus weiten Grasflächen, Savannen und lockerem Buschland.
Im Park leben dauerhaft rund 500 bis 700 Asiatische Elefanten. Die Chancen, während einer Safari mehrere Elefantenherden mit Jungtieren zu beobachten, sind deshalb außergewöhnlich hoch. Daneben sind häufig Wasserbüffel, Axishirsche, Wildschweine, Schakale und mit etwas Glück auch graue Schlankloris zu sehen. Auch Vogelfreunde kommen auf ihre Kosten: Über 180 Vogelarten wurden hier nachgewiesen, darunter Seeadler, Bienenfresser, Kormorane und Nashornvögel. An den Ufern des Stausees lassen sich zudem regelmäßig Sumpfkrokodile und Warane beobachten.
Die reine Fahrtzeit vom Hafen Hambantota zum Haupteingang in Udawalawe beträgt ca. 1 Stunde und 10 Minuten pro Weg. Anders als im Yala-Nationalpark sind Elefanten hier dank der offenen Landschaft den ganzen Tag über oft gut zu sehen. Obwohl Udawalawe gut besucht ist, verteilen sich die Jeeps in der weiten Savanne viel besser als im Yala-Nationalpark.
Direkt außerhalb des Nationalparks liegt das Elephant Transit Home. Das ist eine vom Staat betriebene Waisenstation für Babyelefanten. Anders als das kommerzielle Waisenhaus in Pinnawala steht hier der Tierschutz im Vordergrund. Die verwaisten Babyelefanten werden aufgezogen und mit etwa 5 Jahren komplett im Udawalawe-Nationalpark ausgewildert. Besucher dürfen die kleinen Elefanten nicht berühren oder reiten, aber man kann von einer Tribüne aus bei der Fütterung zusehen. Diese findet täglich alle drei Stunden statt: um 09 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr und 18 Uhr. Die Fütterung dauert etwa 20 Minuten und gehört für viele Besucher zu den schönsten Erlebnissen rund um den Nationalpark.
Mulkirigala Felsentempel
Das Mulkirigala Raja Maha Vihara ist ein über 2.000 Jahre altes buddhistisches Felsenkloster im Hinterland der Südküste Sri Lankas. Die Tempelanlage wurde an einem markanten, rund 200 Meter hohen Granitfelsen errichtet, der sich weithin sichtbar aus dem umliegenden Kokos- und Dschungelwald erhebt. Insgesamt umfasst die Anlage fünf Terrassen, die über rund 530 in den Fels gehauene Stufen miteinander verbunden sind.
Auf den einzelnen Ebenen befinden sich sieben historische Höhlentempel mit farbenprächtigen Wandmalereien aus der Kandy-Periode, die Szenen aus dem Leben Buddhas zeigen. Außerdem gibt es zahlreiche Buddha-Statuen, darunter mehrere beeindruckende liegende Figuren. Den höchsten Punkt der Anlage bildet eine weiße Dagoba (Stupa). Von hier reicht der Blick weit über die grüne Landschaft im Süden Sri Lankas.
Die Fahrt vom Hafen Hambantota nach Mulkirigala dauert über die gut ausgebaute Autobahn etwa 60 bis 75 Minuten pro Strecke. Für An- und Rückfahrt sowie den Aufstieg und die Besichtigung sollte man insgesamt mindestens 4 bis 4,5 Stunden einplanen. Bis zur Spitze sind rund 530 in den Fels gehauene Stufen zu bewältigen. Der Aufstieg ist durchaus anstrengend, lässt sich durch die fünf Terrassen aber gut in Etappen meistern.
Da der Tempel eine heilige buddhistische Stätte ist, müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Weiße oder helle Kleidung gilt in Sri Lanka als respektvoll und heizt sich in der Sonne zudem weniger auf. Vor dem Betreten der Höhlentempel müssen die Schuhe ausgezogen werden. Damit man sich auf den heißen Felsen nicht die Füße verbrennt, empfiehlt es sich, ein Paar dicke Socken mitzunehmen. Vorsicht ist außerdem vor den allgegenwärtigen Hutaffen geboten. Sie haben sich an Besucher gewöhnt und nutzen jede Gelegenheit, um an Essen oder andere Gegenstände zu gelangen.
Pilgerstadt Kataragama
Kataragama ist eine über 2.500 Jahre alte, multireligiöse Pilgerstätte. Der Ort wird von Buddhisten, Hindus, Muslimen und den indigenen Veddas gleichermaßen als hochheilig verehrt. Das weitläufige, autofreie Tempelareal liegt eingebettet in Wälder am Ufer des heiligen Flusses Menik Ganga. Das ist direkt an der Grenze zum Yala-Nationalpark. Im Zentrum der Verehrung steht der Gott Kataragama Deviyo (von Hindus als Skanda oder Murugan bezeichnet), eine mächtige Schutzgottheit Sri Lankas. Die Stadt besteht nicht aus einem einzelnen Gebäude, sondern aus einem weitläufigen Parkkomplex, der verschiedene Heiligtümer verbindet.
Die Fahrt vom Hafen Hambantota dauert ca. 75 Minuten pro Weg. Wir würden für den Transfer und den Rundgang auf dem weitläufigen Gelände mindestens 3,5 bis 4 Stunden einplanen. Da es sich um einen aktiven Pilgerort handelt, sollte man unbedingt weiße oder sehr helle Kleidung tragen. Überall am Eingang werden wunderschöne Körbe mit Früchten und Blumen (Pujas) verkauft. Wenn Sie einen Korb kaufen, kann man diesen den Priestern im Tempel übergeben. Einen Teil der gesegneten Früchte erhält man direkt wieder zurück.
Das wahre Herz Kataragamas schlägt während der Pujas, wenn Trommeln geschlagen werden und die Vorhänge des Haupttempels für Opfergaben geöffnet werden. Diese finden täglich um 04:30 Uhr, 10:30 Uhr und 18:30 Uhr statt. Organisierte Landausflüge sind in der Regel so geplant, dass man eine Puja miterleben kann.
Walawe River Safari
Eine Boots-Safari auf dem Walawe River ist eine ruhige Alternative zu den Jeep-Safaris in den Nationalparks. Vom Wasser aus lässt sich die Tierwelt Sri Lankas aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Der Walawe River entspringt im zentralen Hochland und mündet bei Ambalantota in den Indischen Ozean. Die Boots-Safaris führen über seinen breiten Unterlauf. Gesäumt werden die Ufer von dichten Mangrovenwäldern, Schilf und mächtigen Bambusstauden. Da sich das Motorboot nur gemächlich fortbewegt, wird die Fahrt zu einem entspannten Erlebnis, bei dem genug Zeit bleibt, um die Umgebung in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Der Fluss ist vor allem für seine zahlreichen Sumpfkrokodile bekannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommt man außerdem Eisvögel, Seeadler, Reiher und Kormorane zu Gesicht. In den Baumkronen der Mangroven klettern Trupps von Hutaffen und Languren. Mit etwas Glück lassen sich an den Flussarmen auch schwimmende Wasserbüffel oder trinkende Elefanten beobachten. Besonders beeindruckend sind die Kolonien riesiger Flughunde, die tagsüber kopfüber in den ufernahen Bäumen hängen.
Die Mündung des Walawe-Flusses liegt nur etwa 20 bis 25 Fahrminuten westlich des Hafens Hambantota. Eine typische Boots-Safari dauert rund 2 bis 2,5 Stunden. Einschließlich Hin- und Rückfahrt ist man nach etwa 3 bis 3,5 Stunden wieder zurück am Schiff. Da die Boote sehr ruhig im Wasser liegen, eignet sich dieser Ausflug besonders gut zum Fotografieren. Ein Fernglas ist dabei sehr hilfreich, um gut getarnte Krokodile im Schilf oder Eisvögel zwischen den Mangrovenzweigen zu entdecken.
Fazit: Landausflüge in Hambantota auf eigene Faust
Hambantota ist vor allem das Tor zu den beeindruckenden Nationalparks im Süden Sri Lankas. Die meisten Kreuzfahrer entscheiden sich für eine Safari im Yala-, Bundala- oder Udawalawe-Nationalpark und haben dort gute Chancen, Elefanten, Krokodile oder mit etwas Glück sogar Leoparden in freier Wildbahn zu beobachten. Wer es ruhiger angehen möchte, findet mit der Walawe River Safari eine entspannte Alternative auf dem Wasser. Auch der jahrtausendealte Felsentempel von Mulkirigala oder die Pilgerstadt Kataragama sind lohnende Ausflugsziele. Aufgrund der teilweise langen Fahrzeiten würden wir für die meisten Ziele einen organisierten Landausflug oder einen privaten Fahrer empfehlen. So lässt sich der Aufenthalt in Hambantota optimal nutzen.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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