Hier haben wir praktische Informationen für Landausflüge in Busan auf eigene Faust zusammengestellt. Südkoreas zweitgrößte Stadt hat rund 3,3 Millionen Einwohner und liegt im Südosten der koreanischen Halbinsel. Das Stadtgebiet ist sehr hügelig und wird von zahlreichen Bergen, Halbinseln und vorgelagerten Inseln geprägt. Hier mündet auch der Nakdong, Koreas längster Fluss, ins Meer. Busan verbindet moderne Hochhausviertel wie Centum City mit traditionellen Märkten, Tempeln und schönen Stränden. Der Haeundae Beach gilt als einer der bekanntesten Strände Südkoreas. Zudem ist Busan die Heimat des größten Hafens Südkoreas und zählt zu den größten Containerhäfen der Welt. Auf dem Jagalchi Market, Koreas größtem Fischmarkt, geht es besonders lebhaft zu. Zu den beliebtesten Landausflugszielen zählen das farbenfrohe Gamcheon Culture Village und der malerisch auf Klippen gelegene Haedong-Yonggungsa-Tempel. Weitere Informationen findet man bei Visit Busan. Letzte Aktualisierung: Juli 2026
Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge in Asien auf eigene Faust: Bangkok, Chan May, Colombo, Da Nang, Ha Long, Hambantota, Hongkong, Kaohsiung, Keelung (Taipeh), Kobe, Koh Samui, Langkawi, Nha Trang, Osaka, Penang, Phu My (Saigon), Phuket, Phu Quoc, Port Klang (Kuala Lumpur), Shanghai, Singapur, Tokio, Yokohama
Busan liegt im Südosten von Südkorea: 1. Busan (Südkorea), 2. Fukuoka (Japan), 3. Hiroshima (Japan), 4. Osaka & Kobe (Japan), 5. Yokohama & Tokio (Japan), 6. Incheon/Seoul (Südkorea)
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Busan auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
???? Liegeplatz: Port International Passenger Terminal & Yeongdo Cruise Terminal
????♂️ Stadtzentrum: Nampo-dong (ca. 3,5 km)
????️ Nächster Strand: Songdo Beach (ca. 8 km), Haeundae Beach (ca. 16 km)
✨ Highlights in Busan: Gamcheon Kulturdorf, Jagalchi Market, Haeundae Beach & Blueline Park, Gwangalli Beach, Haedong-Yonggungsa-Tempel, BIFF Square, Busan Tower im Yongdusan-Park, Songdo Marine Cable Car, Beomeosa Temple, Gukje Market
????️ Fortbewegung: U-Bahn, Linienbusse, Taxis oder organisierte Landausflüge
⏱️ Ideal für Erstbesucher: Gamcheon Culture Village, Jagalchi Market & BIFF Square, Gukje Market, Busan Tower, Haeundae Beach & Blueline Park
???? Gut zu wissen: Zahlungsmittel ist der Südkoreanische Won (KRW); Amtssprache ist Koreanisch. In touristischen Bereichen kommt man teilweise mit Englisch zurecht.
???? Internet: Kein EU-Roaming; kostenlose WLAN-Hotspots sind in vielen öffentlichen Bereichen verfügbar. Regionale Asien-eSIM, z. B. von GigSky oder Airalo
???? Tipp zur Routenplanung: Da Google Maps in Südkorea nur eingeschränkt funktioniert und häufig keine zuverlässigen Fußgänger- und ÖPNV-Routen anzeigt, sollte man auf lokale Apps ausweichen. Die Naver Map ist das koreanische Pendant zu Google Maps. Die App bietet die beste englische Übersetzung und eine hervorragende Fußgänger-Navigation. Auch die KakaoMap funktioniert sehr gut.
Kreuzfahrthafen Busan
In Busan gibt es zwei Kreuzfahrtterminals. Die meisten Kreuzfahrtschiffe nutzen das Busan Port International Passenger Terminal in der Nähe des Hauptbahnhofs. Sehr große Kreuzfahrtschiffe legen dagegen häufig am Busan Yeongdo Cruise Terminal auf der Insel Yeongdo an. Die Terminalnamen wurden zum 1. Januar 2026 neu geordnet.
Busan Port International Passenger Terminal
Das moderne Busan Port International Passenger Terminal wurde 2015 eröffnet und dient sowohl als Abfahrtshafen für internationale Fähren (hauptsächlich nach Japan) als auch als zentraler Anlegepunkt für die meisten Kreuzfahrtschiffe in Busan. Je nach Liegeplatz wird man mit einem Bus zum Terminal gefahren. Das große Terminalgebäude ist sehr weitläufig und logisch aufgeteilt. Für Kreuzfahrer ist insbesondere die Ankunftsebene in der 2. Etage relevant. Hier befinden sich die Touristeninformation, Geldautomaten und der Zugang zur Fußgängerbrücke (Skywalk) zum ca. 1 km entfernten Hauptbahnhof. Von dort erreicht man mit der U-Bahn-Linie 1 schnell Nampo-dong, Jagalchi und weitere zentrale Stadtteile. Im Erdgeschoss befinden sich die Parkplätze, Bushaltestellen und Taxistände.
Busan Yeongdo Cruise Terminal
Das Busan Yeongdo Cruise Terminal liegt auf der Insel Yeongdo. Es wurde speziell für Mega-Kreuzfahrtschiffe mit über 100.000 BRZ gebaut, die aufgrund ihrer enormen Größe oder Höhe nicht unter den Brücken durchfahren können. Die Busan Harbour Bridge hat eine Durchfahrtshöhe von 60 Metern. Zu Fuß gibt es im direkten Umkreis (außer dem modernen National Maritime Museum) kaum touristische Infrastruktur. Fast alle Kreuzfahrtgesellschaften bieten ihren Gästen Shuttlebusse an. Diese fahren entweder zur Busan Station oder nach Nampo-dong (Altstadt). Alternativ wartet vor dem Terminalgebäude eine lange Schlange offizieller Taxis. Eine Fahrt nach Nampo-dong (Jagalchi-Fischmarkt, BIFF Square) kostet umgerechnet ca. 7 bis 10 Euro.
Landausflüge in Busan buchen
Für den Tag in Busan werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Busan findet man bei GetYourGuide* oder bei Klook*.
Mobilität in Busan auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Busan auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Busan auf eigene Faust (ab dem Busan Port International Passenger Terminal):
- Busan Tower: 3,1 km
- Jagalchi Market: 3,6 km
- Gukje Market: 3,7 km
- Gamcheon Culture Village: 5,8 km
- UN Memorial Cemetery: 8,4 km
- Taejongdae Naturpark: 11,8 km
- Gwangalli Beach: 13,9 km
- Haeundae Beach: 15,8 km
- Haeundae Sky Capsule (Mipo-Station): 17,8 km
- Songjeong Beach: 23,1 km
- Haedong-Yonggungsa-Tempel: 25,8 km
- Beomeosa Temple: 28 km
Karte der Highlights und Kreuzfahrthäfen in Busan: 1. Haeundae Beach, 2. Gwangalli Beach, 3. Songjeong Beach, 4. Gamcheon Culture Village, 5. Haeundae Sky Capsule, 6. Haedong-Yonggungsa-Tempel, 7. UN Memorial Cemetery, 8. Jagalchi Market, 9. Busan Tower, 10. BIFF Square, 11. Gukje Market, 12. Taejongdae Park.
Es gibt zwei Kreuzfahrthäfen in Busan. Oben erkennt man das Busan Port International Passenger Terminal Cruise Terminal, das seit 2015 der Hauptliegeplatz in Busan ist. Das Yeongdo International Cruise Terminal unten kann auch die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt aufnehmen.
Zu Fuß unterwegs
Zu Fuß kann man in Busan nicht viel erreichen. Die meisten Kreuzfahrer werden über den neuen Skywalk zum ca. 1 km entfernten Hauptbahnhof laufen und von dort mit der Metro oder den Expressbussen fahren. Rund um das Busan Port International Passenger Terminal wird viel gebaut. Hier entsteht ein modernes Kultur-, Geschäfts- und Tourismusviertel rund um die neue Oper.
Vom Busan International Cruise Terminal auf der Insel Yeongdo könnte man zu Fuß zum ultramodernen National Maritime Museum laufen. Der schöne Taejongdae Park ist ca. 4 km entfernt.
Shuttlebusse
Am Busan International Cruise Terminal setzen die Reedereien in der Regel Shuttlebusse ein. Diese fahren in der Regel entweder zur Busan Station oder nach Nampo-dong (Altstadt). Weitere Informationen bekommt man an Bord.
Öffentliche Verkehrsmittel
Das System der öffentlichen Verkehrsmittel in Busan ist modern, zuverlässig und günstig. Da sich Busan über eine große Fläche erstreckt, sind die öffentlichen Verkehrsmittel die mit Abstand beste Wahl für Landausflüge auf eigene Faust.
Die Metro
Einen Metroanschluss gibt es am Hauptbahnhof Busan Station, den man vom Cruise Terminal aus zu Fuß erreichen kann. Man geht ca. 1 km durch den neuen Skywalk. Das Metro-Netz umfasst sechs Linien, die farblich gekennzeichnet und nummeriert sind. Alle Stationen sind zusätzlich auf Englisch ausgeschildert und nummeriert. Dadurch ist die Orientierung auch ohne Koreanischkenntnisse sehr einfach. Für Kreuzfahrer sind vor allem die Linien 1 und 2 interessant. Ihr wichtigster Umsteigebahnhof ist Seomyeon.
- Linie 1 (Orange): Verbindet den Hauptbahnhof (Busan Station), das historische Zentrum (Nampo-dong/Jagalchi) und den Norden (Beomeosa-Tempel).
- Linie 2 (Grün): Fährt in den modernen Osten zu den Stränden (Haeundae, Gwangalli) und zum Shopping (Centum City).
Öffentliche Busse
Das Busnetz schließt die Lücken, die die Metro aufgrund der Berge nicht erreicht. Normale Busse (Blau/Grün) halten oft und kosten sehr wenig. Expressbusse (Rot) nutzen Stadtautobahnen und halten nur an Hauptknotenpunkten. Besonders praktisch für Kreuzfahrer ist die Linie 1003. Sie verbindet die Busan Station ohne Umsteigen mit dem Haeundae Beach.
Der Ticketkauf
Wenn man Busan nur für wenige Stunden besucht und nur zwei- bis dreimal mit der Metro fahren möchte, sind Einzeltickets die beste Wahl. Diese kauft man an den Fahrkartenautomaten. Da die Stationen zusätzlich zu den koreanischen Namen alle eine dreistellige Nummer haben (z. B. Nampo = Station 111), tippt man lediglich die Nummer der Zielstation ein und wählt die gewünschte Anzahl an Tickets. Bezahlt wird in bar in Landeswährung. Man erhält ein Papierticket mit QR-Code, das man an den Schranken einscannt.
Die T-Money Card ist die beste Wahl, wenn man flexibel zwischen U-Bahn und Bussen hin- und herwechseln möchte. Sie lohnt sich auch, wenn man während einer Kreuzfahrt durch Asien weitere südkoreanische Häfen besucht. Die T-Money-Karte ist im ganzen Land im gesamten Nahverkehr gültig. Man kauft sie einfach im Kiosk (Convenience Store wie 7-Eleven oder CU), direkt im Cruise Terminal oder im Bahnhof. Anschließend lädt man sie an den Ticketautomaten in den U-Bahn-Stationen oder direkt im Laden mit Bargeld (koreanischen Won) auf.
Taxis, Uber & Co
Für Kreuzfahrtpassagiere ist das Taxi eine bequeme, sichere und erstaunlich günstige Option für Landausflüge auf eigene Faust. Da die Sehenswürdigkeiten weit über das Stadtgebiet verteilt sind, spart man mit dem Taxi oft viel Zeit. Es gibt verschiedene Taxitypen in Busan. Die Standard-Taxis (silber, weiß oder orange) sind die normalen Alltagstaxis. Sie sind eine vergleichsweise günstige Option. Die Deluxe-Taxis (schwarz mit goldenem Streifen) sind etwas komfortabler und die Fahrer sprechen oft etwas besser Englisch. Die Großraum-Taxis (Jumbo-Taxi) sind für Familien oder Gruppen (ab 5 Personen) geeignet. In Busan wird streng nach Taxameter abgerechnet. Jedes offizielle Taxi in Busan hat ein Kartenlesegerät an Bord. Man braucht also kein Bargeld.
Die Kommunikation ist das größte Problem. Ältere Taxifahrer sprechen oft kein Wort Englisch. Wir würden vorab die Namen der Sehenswürdigkeit auf Koreanisch aufschreiben oder dem Fahrer die koreanische Adresse direkt in der App Naver Map zeigen. Für die Rückfahrt zum Hafen sollte man den Text „Bitte bringen Sie mich zum Busan Port International Passenger Terminal“ auf Koreanisch (부산항국제여객터미널) parat haben. Zwischen 17:00 und 19:00 Uhr herrscht in Busan ein sehr dichter Berufsverkehr. Legt das Kreuzfahrtschiff bereits am frühen Abend ab, sollte man für die Rückfahrt von weiter entfernten Zielen wie dem Haeundae Beach lieber die doppelte Fahrzeit einplanen.
Die Nutzung von Fahrdienst-Apps ist für Kreuzfahrtpassagiere in Busan eine hervorragende Idee. Sie umgeht Sprachbarrieren komplett, da man die Ziele auf Englisch eingibt und der Fahrer den Weg über sein Navi zugewiesen bekommt. Man kann die Uber-App oder die App des koreanischen Marktführers Kakao T nutzen. Rund 90 % aller Taxis in Korea nutzen dieses System. Die App versucht oft, eine automatische In-App-Zahlung einzurichten. Das scheitert bei ausländischen Kreditkarten meistens an Sicherheitsprüfungen. Man sollte bei der Buchung im Bezahlmenü nach links wischen und die Option „Pay to the Driver“ auswählen. Dann kann man einfach mit Bargeld oder einer Kreditkarte direkt beim Fahrer bezahlen.

Busan City Tour Bus
Der Busan City Tour Bus ist das offizielle Hop-On-Hop-Off-Bussystem der Stadt und eine der bequemsten Möglichkeiten, Busan auf eigene Faust zu erkunden. Er verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Küste über feste Routen. Da der Busan City Tour Bus montags und dienstags nicht verkehrt, kann er an diesen Tagen leider nicht genutzt werden. Das System arbeitet mit farblich getrennten Linien. Für Kreuzfahrer sind vor allem zwei Linien interessant.
???? Red Line: Startet an der Busan Station und führt über die imposante Busan Harbour Bridge zum Gwangalli Beach, nach Centum City und weiter zum Haeundae Beach.
???? Green Line: Startet ebenfalls an der Busan Station und fährt über das Huinnyeoul Culture Village zum Taejongdae Resort Park und zum Songdo Beach mit seiner bekannten Seilbahn.
Da die Busse direkt vor der Busan Station abfahren, erreicht man den Einstieg bequem über den Skywalk vom Cruise Terminal. Ein Tagesticket kostet etwa 20.000 KRW (ca. 12 Euro) und wird direkt beim Fahrer gekauft. Die Bezahlung mit einer internationalen Kreditkarte ist in der Regel problemlos möglich. Anschließend erhält man ein Armband, mit dem man entlang der gewählten Route beliebig oft ein- und aussteigen kann. Die Busse verkehren je nach Linie etwa alle 30 bis 50 Minuten.
Unser Tipp: Die Busse fahren zwar nach einem festen Fahrplan, können aber im dichten Berufsverkehr deutlich langsamer unterwegs sein. Wer am Nachmittag von weiter entfernten Haltestellen wie dem Haeundae Beach zum Schiff zurückkehrt, sollte genügend Zeit einplanen oder rechtzeitig auf die U-Bahn ausweichen.
Busan auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
Busan ist Südkoreas zweitgrößte Stadt und verbindet moderne Hochhausviertel mit Stränden, traditionellen Märkten, Tempeln und schönen Parkanlagen. Der Haeundae Beach gilt als bekanntester Strand des Landes und ist nur einer von mehreren schönen Stadtstränden in Busan. Ein weiteres Highlight ist das Gamcheon Culture Village. Der ehemalige Slum an einem Hang ist heute für seine engen Gassen, farbenfrohen Häuser und Wandgemälde bekannt. Der Jagalchi Market ist Südkoreas größter Fischmarkt. Ganz in der Nähe befinden sich zahlreiche Einkaufsstraßen sowie der riesige Gukje Market. Wer sich zunächst einen Überblick über die Millionenstadt verschaffen möchte, fährt zum Busan Tower. Dies sind die beliebtesten Ziele für Landausflüge in Busan auf eigene Faust.
Orientierung für Kreuzfahrer
Ob bunte Kulturviertel, buddhistische Tempel, schöne Strände oder moderne Aussichtspunkte – die wichtigsten Landausflugsziele haben wir hier nach Interessen geordnet. So findet jeder schnell die passenden Ausflugsziele für seinen Tag in Busan.
????️ Erstbesucher: Busan Tower, Jagalchi-Markt, Gukje Market, Gamcheon Culture Village, Haeundae Beach
⛩️ Kultur: Haedong-Yonggungsa-Tempel, Beomeosa-Temple, Gamcheon Culture Village
????️ Strände: Haeundae Beach, Gwangalli Beach, Songdo Beach
???? Aussicht & Fotospots: Busan Tower, Blueline Park, Songdo Marine Cable Car
????️ Shopping & Märkte: Jagalchi-Markt, Gukje Market, BIFF Square, Centum City
Gamcheon Culture Village
Das Gamcheon Culture Village entstand aus einem einfachen Wohnviertel, in dem sich nach dem Koreakrieg viele Flüchtlinge niederließen. Viele der einfachen Gebäude stehen eng beieinander und wurden terrassenförmig an die Hänge eines Hügels gebaut. Im Jahr 2009 startete die lokale Regierung das Projekt „Art Mile“. Künstler und Bewohner gestalteten zusammen die engen Gassen und Häuserwände. Sie bemalten Wände, installierten Skulpturen und schufen Wandgemälde. Heute ist Gamcheon Culture Village eine beliebte Attraktion für Landausflüge in Busan auf eigene Faust. In den verwinkelten Gassen gibt es kleine Cafés, Kunstgalerien und Souvenirläden. Ähnliche Projekte gibt es mehrfach in Asien, zum Beispiel in Keelung.
Das Dorf ist ein verwinkeltes Labyrinth aus winzigen Gassen, Treppen und Sackgassen. Wer auf eigene Faust mit einem Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln hierherkommt, sollte zuerst zum Informationszentrum am Haupteingang gehen. Hier kann man sich für wenig Geld einen offiziellen Dorfplan kaufen. Auf der Karte ist eine Route eingezeichnet, auf der man in verschiedenen kleinen Galerien Stempel sammeln kann. Am Ende bekommt man dafür Postkarten geschenkt. Zudem erleichtert der Plan die Orientierung und hilft dabei, private Wohnstraßen zu vermeiden.
Gamcheon ist kein Museum, sondern ein lebendiges Wohnviertel, in dem vor allem ältere Menschen leben. Man sollte sich an die offiziellen Wege halten. Das mit Abstand beliebteste Fotomotiv ist die Statue des Kleinen Prinzen, der zusammen mit seinem Fuchs auf einer Mauer sitzt und über das bunte Dorf blickt. Achtung: Hier bildet sich fast immer eine lange Warteschlange. Sehenswert ist auch die Treppe der Sterne mit ihren 148 Stufen. Der Name geht auf eine alte Redewendung zurück: Früher soll den Menschen beim mühsamen Aufstieg so schwindelig geworden sein, dass sie „Sterne sahen“.
Haeundae Blueline Park
Der Haeundae Blueline Park entstand auf der Trasse einer stillgelegten Eisenbahnlinie. Die Strecke verläuft zwischen dem schönen Haeundae Beach und dem bei Surfern beliebten Songjeong Beach. Die Gesamtlänge des Parks beträgt etwa 4,8 km. Entlang der Strecke sind auch Wanderwege angelegt. Diese ermöglichen es Besuchern, die gesamte Distanz zu Fuß zurückzulegen.
Es gibt zwei beliebte Transportmittel im Blueline Park. Die Sky Capsule ist eine Einschienenbahn. Die bunten Kapseln fahren in etwa 7 bis 10 Metern Höhe über dem Boden und sind ein beliebtes Fotomotiv. Jede Kapsel bietet Platz für zwei bis vier Personen. Der große Beach Train fährt ebenerdig. Er ähnelt einer traditionellen Parkeisenbahn. Der Zug verbindet mehrere Haltestellen entlang der Strecke. Beide Bahnen sind sehr beliebt und deutlich teurer als der öffentliche Nahverkehr.
Eine frühzeitige Reservierung ist dringend zu empfehlen. Man sollte rechtzeitig vor der Kreuzfahrt ein festes Zeitfenster buchen. Dabei sollte man wissen, dass die Sky Capsule nur auf dem Abschnitt zwischen Mipo und Cheongsapo verkehrt. Der Beach Train fährt dagegen auf der gesamten Strecke von Mipo über Cheongsapo bis nach Songjeong. Wir würden ein Kombiticket buchen und mit der Sky Capsule von Mipo nach Cheongsapo fahren. Dann kann man mit dem Beach Train zurück nach Mipo fahren. Oder wandern.
Die Tickets für die Sky Capsule sind häufig frühzeitig ausgebucht. Wenn man auf der offiziellen Website für den Tag keine Tickets für die Fahrtrichtung Mipo nach Cheongsapo mehr bekommt, sollte man sofort die umgekehrte Richtung prüfen. Die meisten Touristen starten in Haeundae (Mipo). Daher ist die Gegenrichtung von Cheongsapo zurück oft noch deutlich länger verfügbar. Unser Tipp: Man könnte dann mit dem Express-Bus 1003 von der Busan Station am Hafen bis zur Haltestelle Cheongsapo fahren, zum Bahnhof hinunterlaufen und mit der Sky Capsule nach Mipo (Haeundae) fahren. Anschließend bleibt noch Zeit für einen Spaziergang am berühmten Haeundae Beach.
Haedong-Yonggungsa-Tempel
Der Haedong-Yonggungsa-Tempel zählt zu den spektakulärsten buddhistischen Tempeln Südkoreas. Er liegt an der Küste von Gijang-gun, einem Vorort von Busan, und ist ein beliebtes Landausflugsziel. Die Geschichte des Tempels reicht bis ins Jahr 1376 zurück. Die heutige Anlage wurde später mehrfach erneuert und erweitert. Besucher werden am Eingang von einem goldenen, lachenden Buddha begrüßt. Über eine von Steinlaternen gesäumte Treppe mit 108 Stufen gelangt man hinunter zum Tempelgelände. Die Zahl 108 steht im Buddhismus für das Loslassen weltlicher Begierden und Leiden. Die Hauptbuddhahalle blickt direkt auf das Meer. Zu den Höhepunkten gehören außerdem die große Statue der Göttin der Barmherzigkeit sowie eine Steinbrücke, von der Besucher traditionell Münzen in kleine Körbe der Glücksstatuen werfen.
Vom Busan Port International Passenger Terminal dauert die Taxifahrt über die Stadtautobahn etwa 40 bis 50 Minuten. Der Tempel öffnet bereits um 5 Uhr morgens. Der Eintritt ist kostenlos. Wir würden direkt nach der Ausschiffung zuerst den Tempel besuchen. Ab etwa 10 Uhr treffen zahlreiche Reisebusse ein. Dann werden die schmalen Wege und Treppen oft sehr voll. Vom Eingang führt eine steile Treppe hinunter zum Tempelgelände auf den Klippen. Bei feuchtem Wetter können die Stufen rutschig sein. Für Rollstuhlfahrer und Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Tempel aufgrund der vielen Treppen leider nicht geeignet.
Unser Tipp: Der Endbahnhof Songjeong des Haeundae Blueline Parks liegt nur etwa fünf Taximinuten vom Tempel entfernt. Beide Sehenswürdigkeiten lassen sich daher hervorragend miteinander verbinden. Anschließend kann man mit dem Beach Train nach Haeundae fahren und den berühmten Strand besuchen. Wer rechtzeitig Tickets reserviert hat, kann stattdessen auch mit der beliebten Sky Capsule fahren.
Jagalchi Market, BIFF Square, Gukje Market & Busan Tower
Die Highlights Jagalchi Market, BIFF Square, Gukje Market sowie der Yongdusan Park mit dem Busan Tower liegen alle dicht beieinander und lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Der Jagalchi Market liegt direkt am Hafenbecken. Von dort geht man etwa 5 Minuten (ca. 400 Meter) nach Norden, überquert die Hauptstraße und erreicht den BIFF Square mit seinen Streetfood-Ständen. Folgt man der Fußgängerzone weitere 2 Minuten nach Norden, gelangt man direkt in die historischen Gassen des Gukje Markets. Am nördlichen Rand des Marktes führen Rolltreppen und Treppen hinauf zum Yongdusan Park. Hier steht auch der 120 Meter hohe Busan Tower mit seiner Aussichtsplattform. Ideal für einen abwechslungsreichen Tag in Busan auf eigene Faust. Vom Busan Port International Passenger Terminal erreicht man die Station „Nampo“ mit der Metro in etwa 25 Minuten.
Karte der Highlights im historischen und kulturellen Zentrum von Busan: 1. Jagalchi Market, 2. BIFF Square, 3. Gukje Market, 4. Busan Tower & Yongdusan Park
Jagalchi Market
Der Jagalchi Market ist der größte Fischmarkt Südkoreas. Es riecht intensiv nach Meer, der Boden ist oft nass und es kann spritzen. Rutschfeste Schuhe, die auch einmal nass oder schmutzig werden dürfen, sind empfehlenswert. Zum Markt gehören die engen Gassen im Freien direkt am Hafen sowie die moderne, siebenstöckige Markthalle. Berühmt ist der Markt für die „Jagalchi Ajummas“. Das sind ältere, resolute Frauen, die dort die Stände leiten, den Fisch lautstark anpreisen und blitzschnell ausnehmen. Das Besondere hier ist das „Floor-to-Table“-Prinzip. Man sucht sich im Erdgeschoss lebende Meeresfrüchte aus den Aquarien aus und lässt diese ein Stockwerk höher im Restaurant frisch zubereiten. Von der kostenlosen Dachterrasse hat man einen schönen Blick über den Hafen und den Fischmarkt.
BIFF Square
Der BIFF Square ist berühmt für Streetfood und seine vielen Geschäfte. BIFF steht für Busan International Film Festival. Das Festival wurde 1996 ins Leben gerufen und hatte hier seine ersten Veranstaltungsorte. Auch wenn die Hauptveranstaltungen inzwischen an anderen Orten stattfinden, erinnert der Platz noch immer an die Anfänge des Festivals. Auf dem Boden sind Handabdrücke und Unterschriften berühmter internationaler Regisseure und Schauspieler in Bronzeplatten eingelassen.
Gukje Market
Der Gukje Market ist einer der größten traditionellen Märkte Südkoreas. Er wurde in den 1950er Jahren von Kriegsflüchtlingen des Koreakrieges gegründet. Der Name „Gukje“ bedeutet „international“ und beschreibt die vielen verschiedenen Waren, die Händler hier anboten. Der Markt ist riesig und in Abschnitte unterteilt. Die verschiedenen Waren werden überwiegend in eigenen Marktbereichen angeboten. Für Fotofans ist der Laden Kkotbunine ein Magnet. Er war der Hauptdrehort des berühmten koreanischen Kinofilms „Ode to My Father“. Das kulinarische Herz heißt Mukja Golmok (wörtlich: Lasst-uns-essen-Gasse). Sie liegt in der Nähe von Section 6. Hier sitzt man auf winzigen Plastikhockern mitten in der Gasse.
Busan Tower & Yongdusan Park
Der Busan Tower (offiziell Diamond Tower) steht im schönen Yongdusan-Park. Man erreicht den höher gelegenen Park über den Yongdusan Park Escalator. Die überdachte Rolltreppe findet man in der geschäftigen Einkaufsstraße Gwangbok-ro. Vom BIFF-Square und vom Gukje Market geht man nur wenige Minuten.
Der Yongdusan-Park selbst kostet keinen Eintritt. Hier sollte man etwas Zeit einplanen für Fotos an der großen Blumenuhr, dem traditionellen Glockenpavillon und der imposanten Statue von Admiral Yi Sun-sin (einem der größten Nationalhelden Koreas).
Der reguläre Eintrittspreis für die Aussichtsplattform des Busan Towers beträgt vor Ort 12.000 Won für Erwachsene (ca. 8,20 Euro). Mit einem Aufzug erreicht man eine gläserne Plattform, von der man einen weiten Blick über die Stadt und den Hafen hat. Der Turm ist kein reiner Aussichtspunkt mehr. Im Inneren gibt es moderne Medienkunst, Fotospots mit optischen Illusionen und ein integriertes Augmented-Reality-Spiel.
Taejongdae Resort Park
Der Taejongdae Resort Park liegt an der Südspitze der Insel Yeongdo. Er ist bekannt für seine steilen, bewaldeten Klippen, den markanten weißen Leuchtturm und die spektakulären Ausblicke auf das offene Meer. Das Busan International Cruise Terminal, an dem häufig sehr große Kreuzfahrtschiffe festmachen, ist nur etwa 4 km entfernt. Für den Parkbesuch würden wir etwa zwei bis drei Stunden einplanen.
Der Eintritt in den Taejongdae Resort Park ist kostenlos. Der Parkrundweg folgt einer rund 4,3 km langen, asphaltierten Ringstraße mit teilweise sehr steilen Anstiegen. Um Zeit und Kraft zu sparen, empfehlen wir den Danubi Train. Die kleine Bimmelbahn hält an mehreren Stationen entlang der Strecke. Man kann an den wichtigsten Aussichtspunkten, am Observatorium oder am Leuchtturm aussteigen und später mit dem nächsten Zug weiterfahren. Bei klarem Wetter sind von den Aussichtsplattformen sogar die Umrisse der japanischen Insel Tsushima zu erkennen.
Beomeosa Temple
Der Beomeosa Temple gehört zu den bedeutendsten buddhistischen Tempeln Südkoreas und ist eines der beliebtesten Landausflugsziele in Busan. Die weitläufige Tempelanlage liegt am Hang des Berges Geumjeongsan im Norden der Millionenstadt und ist von dichtem Wald umgeben. Sie wurde bereits im Jahr 678 gegründet und mehrfach wieder aufgebaut. Heute sieht man kunstvoll verzierte Tempelhallen, steinerne Pagoden und mehrere historische Tore. Besonders sehenswert sind das eindrucksvolle Haupttor Iljumun, die prächtig bemalte Haupthalle Daeungjeon und die dreistöckige Steinpagode. Wer möchte, kann den Tempelbesuch mit einem kurzen Spaziergang durch den angrenzenden immergrünen Bambuswald verbinden. Dieser säumt vor allem die Steinmauern und die Pfade
Von den Kreuzfahrthäfen erreicht man den Beomeosa Temple am bequemsten mit einem Taxi. Je nach Liegeplatz dauert die Fahrt etwa 30 bis 40 Minuten. Auch mit der Metro ist der Tempel erreichbar. Man fährt mit der Linie 1 bis zur Endstation Nopo. Am benachbarten Busan Central Bus Terminal steigt man in den Bus der Linie 90 um. Dieser bringt die Besucher in ca. 15 Minuten über steile Serpentinen direkt bis zum Haupteingang des Tempels. Für den Besuch des Beomeosa Temples würden wir etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Busans Strände
Busan wird wegen seiner schönen Stadtstrände auch als „Sommerhauptstadt Südkoreas“ bezeichnet. Insgesamt gibt es sieben offizielle öffentliche Strände. Sie werden von der Stadt gepflegt und während der Badesaison von Rettungsschwimmern überwacht.
Haeundae Beach
Der Haeundae Beach ist der mit Abstand bekannteste Strand Südkoreas, gesäumt von Wolkenkratzern und Luxushotels. Direkt an der Strandpromenade hängen an den Ticket-Häuschen mehrsprachige Tafeln mit den festen Preisen für Liegen und Sonnenschirme. Ein Strandbesuch lässt sich gut mit dem nahen Blueline Park verbinden. Der Startpunkt „Mipo Station“ liegt direkt am östlichen Ende des Strandes. Es gibt eine lebendige Strandpromenade, viele Restaurants und den nahen Haeundae Traditional Market.
Gwangalli Beach
Der Gwangalli Beach ist bei vielen Einheimischen besonders beliebt. Das Markenzeichen sind die fest installierten Sonnenschirme aus Schilfrohr. Sie stehen das ganze Jahr über im Sand und können kostenlos genutzt werden. Am Gwangalli Beach hat man am Abend einen schönen Blick auf die beleuchtete Gwangan-Brücke (Diamond Bridge).
Songdo Beach
Der Songdo Beach gilt als der älteste öffentliche Strand Koreas und liegt im Westen Busans. Hier geht es deutlich ruhiger zu als am Haeundae Beach. Liegen und Sonnenschirme können ähnlich günstig gemietet werden. Beliebt sind die runden Plastiktische mit vier Stühlen unter den Sonnenschirmen. Die Songdo Marine Cable Car verbindet den Strand auf einer 1,62 km langen Strecke mit dem Amnam Park auf der gegenüberliegenden Klippenseite. Besonders beliebt sind die Songdo Cloud Trails. Die 365 Meter lange Fußgängerbrücke führt direkt über das Meer. Teile des Bodens bestehen aus Glas und Gitterrosten.
Fazit: Landausflüge in Busan auf eigene Faust
Busan ist ein abwechslungsreiches Kreuzfahrtziel und lässt sich gut auf eigene Faust erkunden. Dank eines modernen U-Bahn-Netzes, schneller Expressbusse und günstiger Taxis erreicht man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten meist problemlos. Erstbesucher können die Märkte rund um den Jagalchi Market, den BIFF Square und den Gukje Market mit dem Busan Tower verbinden. Auch der Haeundae Beach und der Haeundae Blueline Park gehören zu den beliebtesten Landausflugszielen. Etwas außerhalb liegen mit dem Haedong-Yonggungsa-Tempel und dem Beomeosa-Tempel zwei sehenswerte buddhistische Tempelanlagen. Hinzu kommen mehrere schöne Stadtstrände, denen Busan den Beinamen „Sommerhauptstadt Südkoreas“ verdankt.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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